Palmolive Naturals Cremedusche Kamelienöl & Mandel

Neulich trudelte ein neues Duschgel von Palmolive zum Testen bei mir ein: Die Cremedusche Kamelienöl & Mandel. Gerade im Sommer trifft sich das gut, da ist der Verbrauch an Duschgel ohnedies hoch. Was kann dieses Duschgel? Oder besser gesagt: Kann es mehr als ein anderes?

Werbeversprechen: Die Dusche soll mit ihrer samtigen Formel pflegen und ein sanftes, geschmeidiges Hautgefühl erzeugen. Durch wertvolle Öle soll ein „besonderes Duscherlebnis“ erzeugt werden.

Verpackung und Design: Die bekannte Palmolive-Optik (weiße Flasche mit buntem Deckel) haut mich nicht unbedingt vom Hocker. Allerdings ist das Design der Plastik-Verpackung für mich auch kein Kauf- oder Nicht-kauf-Argument.

Konsistenz, Geruch: Die Bezeichnung „Duschcreme“ wird ihrem Namen gerecht – es handelt sich um eine cremige, weiße Textur, die wirklich mehr an eine Creme als an ein Gel erinnert. Sie lässt sich sehr gut verteilen, schäumt wie ein normales Duschgel. Den Geruch würde ich als blumig-süßlich beschreiben.

Inhaltsstoffe: Eine INCI-Liste habe ich unter http://www.codecheck.info eingegeben. Ihr könnt sie dort einsehen. Grundsätzlich listet Codecheck von Mikroplastik abgesehen nicht arg bedenkliche Inhaltsstoffe auf, was die Dusche sicherlich für den/die eine/n oder andere/n sehr interessant macht.

Preis: Bei DM Österreich erhält man 250 ml Inhalt für 1,15 Euro.

Fazit: Die Dusche fühlt sich auf der Haut sehr gut an, sie reinigt gut und pflegt die Haut insofern, als sie sich danach nicht sofort ausgetrocknet anfühlt. Aufs Eincremen danach verzichte ich aber trotzdem nicht. Die Konsistenz finde ich sehr schön, auch ist die Cremedusche dadurch recht ergiebig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich angesichts der guten Inhaltsstoffe auch völlig gerechtfertigt. Was mich nicht so recht überzeugt, ist der Duft – gerade im Sommer mag ich es lieber frisch und fruchtig. Insofern kommt für mich die Dusche eher im Winter in Frage. Grundsätzlich kann ich das Produkt aber weiterempfehlen.

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Alverde Wimpernserum und Lash Booster – viel Lärm um nichts …

Ganz ehrlich – welche Frau träumt nicht von dichten, schön geschwungenen, langen Wimpern? Wer nicht von Natur aus mit solchen ausgestattet ist, kann – wenn man der Werbung glauben will – seit geraumer Zeit etwas nachhelfen. Die Wunderwaffe heißt Wimpernserum und soll das Wachstum der Wimpern anregen. Generell liest und hört man immer wieder von sichtbaren Erfolgen dank konsequenter Anwendung – allerdings braucht man dafür Geduld – die habe ich aufgebracht und die Produkte über 3 Monate hinweg täglich angewendet. Doch ob es funktioniert hat?

Da ich selber mit kurzen, relativ geraden Wimpern ausgestattet bin und diese im Laufe der Zeit durch die tägliche Verwendung von Mascara zunehmend dünner werden, wollte ich nun auch einmal ein Serum probieren. Da kam es mir gerade recht, dass es von Alverde auch ein Naturkosmetik-Produkt gibt:

Die Produkte sind beide im Vergleich zu dem, was sonst auf dem Markt erhältlich ist, sehr günstig und noch dazu Naturkosmetik – doch halten sie auch wirklich, was das Herstellerversprechen einen glauben macht?

Der Lash Booster ist für 4,75 Euro (3 ml) bei DM Österreich erhältlich. Es handelt sich um ein Natrue-zertifiziertes Pflegeserum, das ein- bis zweimal täglich direkt an der Wimpernwurzel aufgetragen für „längere, dickere und dichtere Wimpern“ sorgen soll. Das Serum ist durchsichtig, riecht eigentlich nach nichts und kann mit einem ganz dünnen Pinselchen aufgetragen werden – ähnlich wie ein Eyeliner-Produkt.

Das Overnight Coffein Serum gibt es ebenfalls für 4,75 Euro (8 ml) und ist auch Natrue-zertifiziert. „Mit wertvollen Ölen und Beerenwachs, stärkt und regeneriert die Wimpern“ – soweit das Herstellerversprechen. Es sieht aus wie eine Mascara, das Serum selber ist weiß, wird beim Auftragen aber fast durchsichtig und klumpt. Ein Manko ist für mich hier die Anwendung: Durch die Konsistenz und die Farbe lässt sich nur schwer abschätzen, wie viel von dem Produkt man nun aufgetragen hat. Direkt nach dem Auftragen verspürte ich ein leichtes Brennen, das aber relativ schnell wieder weg war.

Fazit: Trotz konsequenter, täglicher Anwendung über drei Monate hinweg (dann war der Lash Booster aufgebraucht) konnte ich keinen nennenswerten Effekt feststellen. Die Wimpern sind gleich kurz wie vorher. Mit viel Fantasie bilde ich mir, sie seien marginal dichter – aber das liegt wohl auch daran, dass ich die Wimpern täglich viel genauer anschaue. Könnte also auch ein Placebo-Effekt sein. Auch könnte ich nicht bestätigen, dass die Wimpern jetzt gepflegter wären oder auch ohne Mascara sichtbar mehr Volumen hätten – Fehlanzeige! Für die beiden Produkte sprechen, dass sie beide relativ gut verträglich und sehr günstig sind. Insgesamt für mich aber ein Flop. Die 10 Euro investiere ich lieber in eine gute Mascara, die optisch mehr hermacht (mein neuer Liebling: Isadora  All Day Long Mascara!!).

Rama Bratprofi

Neulich gab es von Rama eine Testaktion, bei der ich ausgewählt wurde. Im Testpaket enthalten waren drei 0,5 Liter Flaschen „Rama Bratprofi“ aus dem Hause Unilever – zwei zum Weitergeben und eine zum selber Testen. Hier könnt ihr nachlesen, was ich von dem Produkt halte:

Herstellerversprechen: „Bratprofi – vereint das Gute von Raps-, Leinsamen- und Sonnenblumenöl mit dem Besten von Rama. Für leckere Bratresultate – jeden Tag. Unsere drei hochwertigen Pflanzenöle sind natürlich reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 & 6).“ Das Bratöl kann zum Braten, Dünsten, Marinieren und Schmoren (allerdings nicht zum Frittieren) verwendet werden, ist laut Hersteller Unilever hoch erhitzbar und gibt kaum Spritzer.

Zutaten: 55 % Sonnenblumenöl, 39 % Rapsöl, 3 % Leinsamenöl, 2 % Rapsöl ganz gehärtet, Speisesalz, Emulgator (Lecithin mit Soja), natürliches Aroma (mit Milch), Vitamine (A, D), Farbstoff (Carotine)

Dass der Hersteller hier mit Leinsamenöl wirbt, das genau zu 3 % drin enthalten ist, kommt mir doch etwas übertrieben vor. Das Produkt besteht hauptsächlich aus (deutlich günstigerem) Sonnenblumen- und Rapsöl.

Nährwert: 813 kcal pro 100 ml

Preis: 1,99 Euro für 500 ml

Konsistenz: Bratprofi hat eine gelblich-trübe Farbe und ist deutlich dickflüssiger als normales Öl, selbst wenn man die Flasche vor Gebrauch schüttelt, wie es empfohlen wird. Auf der Flasche drauf ist ein schön goldfarbener Tropfen abgebildet – stimmt dann mit dem Inhalt farblich und von der Konsistenz nicht ganz überein.

Geschmack, Anwendung: Ich habe das Öl für praktisch alles, was ich anbrate oder dünste, also Fleisch, Fisch, Gemüse, verwendet. Mittlerweile ist meine Flasche schon fast aufgebraucht. Normalerweise verwende ich dafür entweder Rapsöl oder eine andere Pflanzencreme (auch von Rama). Im Vergleich dazu fällt auf:

  • Bratprofi braucht länger, um richtig heiß zu werden, selbst länger als normales Öl.
  • Die Speisen schmecken etwas weniger intensiv als bei Zubereitung z. B. mit Rama Culinesse, weil fast ausschließlich Pflanzenöl drin ist.
  • Ich habe von dem Produkt mehr gebraucht als wenn ich Rama Culinesse verwendet hätte (Anbrenn-Gefahr trotz Teflon-Pfanne bzw. vielleicht auch instinktiv, weil ich mit Öl großzügiger umgehe als mit Butter)
  • Bratprofi spritzt weniger als normales Öl, allerdings deutlich mehr als z. B. Rama Culinesse oder Butter.

Fazit: Wer eine Alternative zu normalem Öl oder zu Butter sucht, dem kann ich Rama Bratprofi empfehlen. Zu beachten ist allerdings eine verlängerte Erhitz-Zeit. Das Produkt ist, wenn man sich die Inhaltsstoffe ansieht, mit 1,99 Euro nicht gerade billig. Um diesen Preis bekommt man auch reines Sonnenblumen- oder Rapsöl, und das ohne Emulgator, ohne natürliches Aroma (mit Milch bzw. Soja – Achtung, Allergiker!), ohne Farbstoffe.

Eyeshadow Base: Catrice Prime & Fine vs. Urban Decay Primer Potion

Eyeshadow Bases gibt es ja relativ viele, wobei nach meiner Erfahrung nur die wenigsten wirklich ihren Zweck erfüllen. So z. B. verwende ich als Augencreme die All about eyes Creme von Clinique, die eigentlich auch ein Primer wäre. Als Augencreme finde ich sie super, als Primer aber völlig unbrauchbar. Das Töpfchen von Artdeco glitzert mir zu stark, auch trocknet die Base mit der Zeit im Topf aus und zudem finde ich die Entnahme mit dem Finger nicht gerade hygienisch. Von Alverde habe ich eine Naturkosmetik-Base probiert und gleich wieder verworfen – von der Konsistenz viel zu dick für mich.

Gibt es wirklich eine Base, die eine tolle Konsistenz hat und die Haltbarkeit von Lidschatten verlängert? Nach längerer Suche bin ich auf zwei Produkte gestoßen, die ich einigermaßen brauchbar finde: Die Prime & Fine Eyeshadow Base von Catrice und von Urban Delay der Eyshadow Primer Potion. Wie sich die Produkte aus meiner Sicht unterscheiden, lest ihr hier:

Prime & Fine (Catrice): 5 ml kosten ca. 3,45 Euro. Das Produkt ist nach dem Öffnen noch 6 Monate haltbar. Die Konsistenz finde ich sehr cremig, den Farbton würde ich als „nude“ bezeichnen. Man entnimmt das Produkt mit dem Bürstchen und kann den Primer dann mit dem Finger verteilen und etwas einklopfen. Nach kurzer Trocknungszeit lässt sich der Lidschatten auftragen. Ergebnis: Der Lidschatten ist intensiviert und hält wirklich länger als ohne. Am Ende des Tages verrutscht er bei mir aber auch etwas in der Lidfalte (aber jedenfalls deutlich weniger als ohne Primer).

Primer Potion (Urban Decay): 5 ml kommen auf ca. 9,95 Euro. Auch hier ist die Haltbarkeit nach dem Öffnen mit 6 Monaten angegeben. Von der Konsistenz und dem Farbton her ähnelt der Primer stark dem von Catrice, ist aber einen Tick dünnflüssiger und etwas gelbstichiger. Die Entnahme funktioniert ganz gleich, auch die Trocknungszeit ist relativ kurz. Ergebnis: Verblenden ist sehr einfach, die Haltbarkeit ist deutlich verlängert. Zwar wird die Farbe weniger intensiviert, aber dafür übersteht der Lidschatten wirklich einen ganzen Tag, ohne in die Lidfalte zu rutschen.

Fazit: Der Primer von Catrice erfüllt für den günstigen Preis seinen Zweck. Für Catrice spricht, dass der Farbton des Lidschattens intensiviert wird. Trotzdem mag ich den Primer von Urban Decay lieber: Zwar intensiviert er die Farbe nicht, aber die Konsistenz finde ich noch etwas angenehmer und die Haltbarkeit ist besser als bei Catrice – was allerdings seinen Preis hat.

 

 

OMO Active flüssig

Von OMO habe ich neulich das Flüssig-Waschmittel „OMO Active“ zum Testen erhalten. Der Hersteller bewirbt das Waschmittel so: „Die Aktiv-Formel mit Flecklösenkraft macht die Wäschevorbehandlung überflüssig und sorgt so für Zeit- und Geldersparnis.“ Heißt, dass ein extra Fleckenspray überflüssig ist (zumindest in der Theorie). Das Waschmittel ist für weiße Wäsche geeignet.

Eine Liste der Inhaltsstoffe stellt Unilever unter https://pioti.unilever.com/PIOTI/DE/p4.asp?selectCountry=AT&language=DE&productid=1512736 zur Verfügung.

Die 2,45 Liter reichen laut Hersteller für 35 Waschladungen. Eine Dosierkappe erleichtert das Dosieren. Da es offensichtlich gerade eine geänderte Verpackung gibt, lässt sich der aktuelle Preis für eine Packung nicht eruieren. Erhältlich sind nach wie vor Flaschen für 40 Waschgänge (7,95 bei DM bis 9,99 bei Bipa). Es wäre nicht der erste Hersteller, der den Inhalt bei gleichem Preis senkt (statt 40 nur noch 35 Waschgänge) …

Fazit: Die Waschwirkung ist bei 30 Grad ganz okay. Die Dosierempfehlung kommt mir allerdings viel zu viel vor – da reicht weniger Waschmittel locker aus. Was mich persönlich stört:

  • der intensive Geruch, der auch nach dem Waschen noch aufdringlich an der Wäsche haftet
  • Außerdem sucht man auf der Verpackung vergeblich einen Hinweis, für welche Wäsche (weiß, bunt, Seide etc.) das Mittel geeignet ist. Erst auf der Homepage von Unilever habe ich gesehen, dass es offensichtlich für Weißwäsche gedacht ist
  • Auch die Waschtemperaturen sind nicht auf einen Blick zu erkennen.
  • insgesamt relativ teuer

Da ich insgesamt Pulver bevorzuge (lässt sich einfacher dosieren und hinterlässt auch deutlich weniger Schmier-Rückstände in der Waschmaschine!), ist dieses Waschmittel für mich kein Nachkauf-Produkt.

Diadermine Lift+ Super Filler

 

Vor Kurzem habe ich drei Cremen der neuen Serie „Lift+ Super Filler“ der Marke Diadermine erhalten. Mit dabei waren:

  • Diadermine Lift+ Super Filler Hyaluron Anti-Age Nachtcreme
  • Diadermine Lift+ Super Filler Hyaluron Anti-Age Tagescreme
  • Diadermine Lift+ Super Filler Super Serum

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Herstellerversprechen: Der Hersteller verspricht aufgefüllte Falten durch „mikro-injiziertem HA + 5 % Hyaluron-Aktivstoffe“ und verweist auf „klinische Tests“ für eine Wirksamkeit „wie eine Hyaluron-Injektion“. Außerdem beigelegt ist dem Testpaket (neben einem Kosmetiktäschchen) ein Prospekt mit Patches, um die Faltentiefe zu Beginn der Anwendung und nach 4 Wochen zu messen. Altersempfehlung der Cremen: 30 bis 55 Jahre. Geworben wird mit „16 klinischen Tests“ und „477 Testpersonen“.

Inhaltsstoffe: Auf www.codecheck.com könnt ihr die Inhaltsstoffe einsehen. Die Liste der bedenklichen Inhaltsstoffe ist besonders bei den beiden Cremen relativ lang. Es enthalten alle Produkte Silikone, die beiden Cremen zusätzlich Parabene. Insgesamt ist die Creme also gefüllt mit komedogenen Stoffen, die für die Haut alles andere als empfehlenswert sind. Hochwertige Stoffe wie z. B. natürlich pflegende Öle sucht man in allen drei Produkten vergeblich. Das Serum ist Dermocert-geprüft („sogar auf empfindlicher Haut“).

Konsistenz, Geruch:  Die Cremen sind weiß und lassen sich gut verteilen. Den Geruch würde ich als 08-15 bezeichnen. Das Serum fällt durch seine leichte, kühlende Textur positiv auf.

Anwendung:  Das Super Serum soll unter den Cremen aufgetragen werden. Die Anwendung ist denkbar einfach, die Cremen ziehen gut ein.

Preis: In Österreich sind die Produkte zu jeweils 18,95 Euro (bei DM) erhältlich.

Fazit/Wirkung: Der Selbsttest mit den Patches ist schon mal zum Vergessen – demzufolge hätte ich nach einer Woche Anwendung mehr Falten als vor Beginn der Anwendung. Und auch optisch sehe ich nach 4 Wochen überhaupt keine Auswirkung. Ein besseres Pflegegefühl kann ich auch nicht feststellen, im Gegenteil, die Nachtcreme wirkt zwar aufs Erste recht reichhaltig, aber es kommt mir eher wie ein Film vor, der sich auf der Haut ablegt. Mit meiner bisherigen (Naturkosmetik-)Pflege habe ich ein deutlich besseres Hautgefühl. Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen bedenklichen Inhaltsstoffe kann ich die Cremen nicht empfehlen. Für den Preis bekommt man deutlich bessere Qualität. Das Serum habe ich als Dekolleté-Pflege aufgebraucht, für die Cremen fand ich keine Verwendung.

 

 

Borotalco Deo Invisible und Original Fresh

Im Rahmen einer Testaktion der WIENERIN durfte ich das italienische Borotalco-Deo „Invisible“ und „Original Fresh“ (Pump-Spray, jeweils 50 ml) testen. Hier meine Erfahrungen mit den Produkten:

Werbeversprechen:  Das Deo soll mit Microtalc Schwitzen verhindern, und zwar gleich 48 Stunden lang. Das „Original Fresh“ ist Unisex, die Variante „Invisible“ soll keine Flecken auf schwarzer Kleidung hinterlassen.

Anwendung: Vor Gebrauch muss das Deo Spray gut geschüttelt werden. Macht man das nicht, so hinterlässt es deutlich sichtbare, weiße Flecken unter den Achseln.

Geruch: Einmal aufgetragen riechen eigentlich beide Sorten ganz angenehm, weder männer- noch frauenlastig (ist ja auch Unisex). Allerdings nimmt mir das Aufsprühen regelrecht den Atem – was der Blick auf die Inhaltsstoffe-Liste bestätigt: Butane und Isobutane in rauen Mengen – allesamt gesundheitsbedenklich. Man kann nur empfehlen, das Deo in gut durchlüfteten Räumen und bei gleichzeitig geöffneten Fenstern aufzusprühen.

Inhaltsstoffe: Auch dieses Deo kommt in beiden Varianten nicht ohne Aluminium aus. Die giftigen Treibgase habe ich oben ja bereits erwähnt.

Wirkung:   Ich hätte mir weit mehr erwartet. Schon nach der kleinsten Anstrengung haben beide Deos restlos versagt, meine Achseln waren nicht nur feucht, sondern nass – mein Naturkosmetik-Deo von Speick, das ohne bedenkliche Inhaltsstoffe auskommt, hält um Längen besser! Auch der Preis ist angesichts der ernüchternden Wirkung ein stolzer.

Preis: 3,95 Euro für 150 ml (DM Österreich)

Fazit:  Ich kann das Deo nicht empfehlen – bedenkliche Inhaltsstoffe beim Pumpspray, stolzer Preis, geringe Wirkung.

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„Zell Aktiv Tagespflege“ von ALVERDE

Im Rahmen eines Produkttests von beautytester.de konnte ich die Zell Aktiv Tagespflege „Power Extension Blauer Hibiskus“ von ALVERDE testen. Vorab: Alverde ist eine anerkannte Naturkosmetik-Marke, das Produkt ist Nature-Zertifiziert und vegan.

Vorbemerkung: Ich möchte in diesem Testbericht nicht das auflisten, was man anhand der Schachtel ohnedies ablesen kann, sondern mich v. a. einer kritischen Beleuchtung der Inhaltsstoffe in Relation zum Werbeversprechen widmen.

Verpackung: Geliefert wird es in einer Faltschachtel aus mindestens 80 % Recycling-Material, der Pumpspender entspricht in etwa der Größe der Kartonschachtel (also keine Mogelpackung).

Preis: Die Pflege kostet bei DM Österreich 6,95 Euro für 50 ml.

Anwendung: Die Pflege wird für die Altersklasse 30 – 45 empfohlen und soll morgens auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden. Der Pumpspender ist praktisch und hygienisch, die Dosierung ok (ein Mal Pumpen reicht für das gesamte Gesicht).

Geruch, Konsistenz: Die Pflege hat eine weißlich-graue Farbe und ist aufs Erste eher fettig (was der Blick auf die Inhaltsstoffe – siehe unten! – bestätigt). Sie zieht war recht gut ein, hinterlässt aber einen fettigen Film auf der Haut. Das liegt wohl hauptsächlich am Olivenöl, das reichlich enthalten ist und als nicht-trocknendes Öl gilt. Den Geruch finde ich gewöhnungsbedürftig: die vielen Öl-Komponenten riecht man eindeutig heraus, ätherische Duft-Stoffe befinden sich in dem Produkt nicht allzu viele (siehe Inhaltsstoffe). Von einem blumigen Duft, wie es die Bezeichnung „blauer Hibiskus“ vermuten lassen würde, habe ich nichts bemerkt. Viel mehr riecht das Produkt für mich leicht ranzig (obwohl es bis Mai 2017 hält).

Und was kann das Produkt wirklich? Oder: Inhaltsstoffe in Relation zum Werbeversprechen: Das Produkt verspricht dank „wertvoller Anti-Aging-Wirkstoffen“ ein „jugendlicheres Hautbild“,  die „DNA wird geschützt und pflanzliche Poptide helfen, die Haut zu stärken und vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-bedingter Hautalterung, oxidativem Stress und freien Radikalen zu schützen.“ Außerdem wirbt das Produkt noch mit Bio-Flavonoiden für ein „frisches, vitales Aussehen“, es „vermindert das Auftreten und die Intensität von Falten“ und bezeichnet sich als einen „Feuchtigkeitsspender mit Sofort-Effekt“. Soweit das Werbe-Versprechen.

Kritikpunkt 1: Beim Blick auf die Inhaltsstoffe wird klar: Die deutsche Auflistung ist zum Teil ungenau – so wird z. B. lediglich „Hautpflegemittel“, „Emulgator“ oder „Mischung ätherischer Öle“ genannt – eine genauere Bezeichnung fehlt. In der englischen Auflistung wird von „Parfum“ gesprochen – das scheint im Deutschen nicht auf. Wichtig wäre hier eine genauere Auflistung, gerade für Allergiker!

Kritikpunkt 2: Hauptbestandteile in dieser Creme sind v. a. Öl-Komponenten, zuvorderst das nicht-trocknende Olivenöl (deswegen auch das leicht fettige Gefühl). Hochwertigere, pflegendere Öle wie Jojoba oder Sheabutter kommen erst viel später in der Liste vor und sind deshalb in geringeren Mengen enthalten. Der „Blaue Hibiskus“ (siehe Werbe-Versprechen) findet sich in der deutschen Auflistung gar nicht. Angegeben ist zwar das Synonym „Straucheibisch-Extrakt“, aber das muss man als Laie erst einmal googeln. Davon ist in dem Produkt aber nur wenig enthalten – weit mehr enthalten sind Rüben und Sennalata-Extrakt!

Kritikpunkt 3: Eine feuchtigkeitsspendende Wirkung konnte ich nicht feststellen, dafür ist die Creme viel zu fettig (obwohl ich durchaus in die Alters-Zielgruppe falle). Klassische Feuchtigkeitsspender (z. B. Aloe Vera) sind in der Creme jedenfalls nicht enthalten.

Fazit: Die Creme hält aus meiner Sicht nicht das, was ich mir laut Werbeversprechen erwartet habe. Die Feuchtigkeitswirkung ist mir zu gering. Auch eine Faltenreduktion konnte ich nicht feststellen. Den Geruch empfinde ich als unangenehm.

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