Pinsel-Parade: wirklich empfehlenswerte Pinsel für Anfänger und Fortgeschrittene

Gut, jetzt mag man sich denken: Schon wieder ein Blog über Pinsel – AAAABER: Als ich vor gar nicht allzu langer Zeit auf der Suche nach wirklich brauchbaren, empfehlenswerten Pinseln war, die man auch als Nicht-Profi einfach handhaben kann, scheiterte ich bei meiner Netz-Rechercher kläglich: Entweder wurde eine riesige Auswahl präsentiert, bei der mir der Blick auf die wirklich wesentlichen Pinsel fehlte, oder es waren Pinsel aus dem Low-Budget-Segment dabei, mit denen ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht habe. Das soll übrigens nicht heißen, dass alle günstigen Pinsel unbrauchbar sind, aber mich haben eben nicht alle überzeugt.

Vorweg: Während ich früher eher günstigere Make-up-Marken aus dem Drogeriebereich verwendet habe (Essence, Catrice für Lidschatten) und die Foundations immer nur dem dem Finger eingearbeitet habe, stieg ich nach ein, zwei Profi-Visagisten-Terminen auf meine Lieblingsmarke MAC um und wurde neugierig auf das vielseitige Pinsel-Profi-Handwerkszeug. Soweit, so gut. Während ich zunächst nur ein, zwei Basic-Pinsel für Lidschatten und Rouge aus der Drogerie verwendete und mich über die wenig zufriedenstellenden Ergebnisse (trotz hochwertiger MAC-Produkte) ärgerte, probierte ich nach und nach verschiedene Pinsel und Pinselmarken aus und landete schließlich bei jenen, die ich hier vorstellen und uneingeschränkt weiterempfehlen möchte. Sie haben sich in meinem Alltag als Nicht-Profi wirklich bewährt und sind aus meiner Sicht für gerade auch für Anfänger, aber auch Fortgeschrittene geeignet. Unter „geeignet“ verstehe ich:

  • Sie liegen gut in der Hand.
  • Sie sind einfach in der Handhabung und liefern ein brauchbares Ergebnis (heißt: gute Farbaufnahme, gute Farbabgabe, einfaches Auftragen, Verblenden etc.).
  • Sie lassen sich gut reinigen (mache ich etwa alle 2 Wochen – mit milder Seife).
  • Sie sind lange haltbar und verlieren keine Haare.
  • Sie sind gut verträglich (Echthaar-Synthetik-Mix wie bei Zoeva, Echthaar wie bei MAC)

Und hier seht ihr meine kleine, aber wirklich uneingeschränkt empfehlenswerte Auswahl an Pinseln, die ich nun schon allesamt mindestens ein Jahr (oder länger) regelmäßig in Verwendung habe:

Ich bewahre die Stifte in einem Kosmetikbecher auf. Wie ihr seht, befinden sich darin noch ein paar weitere Pinsel, die ich nur ab und zu verwende und ohne die ich eigentlich auch ganz gut auskomme (z. B. ein breiter Foundation-Pinsel). Hier möchte ich euch meine TOP-8-Pinsel vorstellen:

Zunächst seht ihr hier zwei Pinsel, die ich als absolute Grund-Ausstattung bezeichnen würde:

Der Puder-Pinsel von Ebelin (oben im Bild) ist für mich mit Abstand der beste Pinsel, um Puder (lose oder kompakt) schön zu verteilen. Er ist schön fluffig, weich und groß, nimmt Puder sehr gut auf und verteilt diesen durch leichtes Tupfen sehr schön. Ich habe ihn schon relativ lange (2 Jahre) in Verwendung und für die knapp 5 Euro, die er bei DM gekostet hat, ist er wirklich unschlagbar gut.  Mit diesem Pinsel kann man eigentlich nichts falsch machen.

Als Rouge-Pinsel verwende ich sehr gerne den Luxe Sheer Cheek Pinsel Nr 127 von Zoeva: Er ist leicht abgeschrägt und so kann man kompaktes Rouge relativ präzise auftragen und verblenden. Er ist nicht zu klein und nicht zu groß und etwas fester gebunden. Für knapp 15 Euro bekommt man hier einen soliden Pinsel, der – wie viele Pinsel von Zoeva – wirklich leicht zu handhaben und qualitativ hochwertig ist.

Die nächsten beiden Pinsel sind zwar preislich schon im schmerzhaften Bereich, wenn man Anfänger ist, aber mit den beiden erziele ich im Vergleich zu günstigen Modellen (auch mit ähnlichen Modellen von Zoeva kam ich nicht klar) endlich wirklich ein gutes Ergebnis, und deshalb sind sie für mich den Preis absolut wert und gehören ebenfalls in die Grundausstattung:

Der MAC Eye Shading Lidschatten-Pinsel Nr 239 ist mit etwa 28 Euro preislich schon happig – funktioniert aber für mich einfach um Längen besser als alle anderen Marken (Zoeva, Ebelin etc.). Er wurde mir gemeinsam mit dem 217er (siehe unten) am MAC Counter empfohlen und ich habe den Kauf nicht bereut. Der Pinsel ist relativ hart und dadurch nimmt er den Lidschatten extrem gut auf und gibt ihn sehr gut wieder ab. Mit diesem Pinsel kann ich das Lid viel exakter grundieren als mit einem deutlich fluffigeren. Ich verwende ihn praktisch täglich, wenn ich das Lid z. B. mit einem hellen Ton grundieren oder auch einen Highlighter unter den Brauen setzen will.

Ebenfalls ein super Pinsel ist der MAC Blender Nr 217 – für mich ein absoluter Lieblingspinsel, weil es mir damit endlich gelungen ist, dunklen Lidschatten in der Falte anständig zu verblenden, wo ich vorher mit billigen Pinseln verzweifelt bin. Die 27 Euro sind es wirklich wert. Der Pinsel ist relativ fluffig, oval und liegt gut in der Hand. Auch als Nicht-Profi kann man damit erstaunlich präzise arbeiten. Er arbeitet fast von selber und verzeiht auch kleinere Fehler.

Und schlussendlich noch vier weitere Pinsel (alle von Zoeva), die ich sehr praktisch finde. Zwei davon sind für mich auch Grundausstattung, die anderen zwei ein sinnvolles Plus:

Mein zweiter Lieblingspinsel ist der Grand Stippling Nr 125 von Zoeva (im Bild ganz unten), den man um wohlfeile 15 Euro bekommt. Der Sinn einer Stippling Brush leuchtete mir erst ein, als ich zum ersten Mal damit geschminkt wurde und das tolle, ebenmäßige Ergebnis der Foundation sah. Während ich früher eine klassische Foundation Brush verwendet habe, gibt es jetzt nur noch die Stippling: Mit ihr lässt sich flüssiges Make up in kreisenden Bewegungen einfach super einarbeiten und man braucht viel weniger Make up, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Der Pinsel ist recht fluffig. Am besten funktioniert es, wenn man etwas Make up auf den Handrücken gibt und nur die Spitzen des Pinsels eintaucht. Er ist für mich ebenfalls eine unverzichtbare Grundausstattung.

Den kleinen Bruder des Grand Stippling, den Petit Stippling Nr 122 von Zoeva (zweiter Pinsel von unten), habe ich mir erst vor Kurzem gekauft, weil man mit der großen Stippling heikle Zonen wie die Nasenflügel oder den Augenbereich nicht so sauber bearbeiten kann. Der Pinsel ist jetzt kein Muss, aber die 12 Euro sind wirklich gut investiert: Eigentlich als Concealer-Pinsel ausgewiesen, verwende ich in für Nase, Nasenflügel und den Augenbereich. Das lässt sich viel präziser bearbeiten als mit einem großen Pinsel.

Für einen schönen Lidstrich kann ich den Wing Liner Nr 317 von Zoeva (dritter von unten, Kostenpunkt: 9 Euro) wärmstens empfehlen: Er ist schön fest und relativ stark abgeschrägt, wodurch ich endlich einen sauberen, weil nämlich ganz dünnen, Lidstrich (Schlupflider!!) ziehen kann. Dazu befeuchte ich den Pinsel und wende ihn ein, zwei Mal im Lidschatten. So funktioniert der Auftrag sehr einfach. Für die Augenbrauen kann man ihn auch verwenden, aber da finde ich ihn etwas zu hart. Den Pinsel möchte ich aber für den Lidstrich nicht missen.

Schließlich habe ich in meinem TOP-8 noch den Precise Shader von Zoeva (oberster Pinsel im Bild), den ich schon relativ lange besitze. Er stammt noch aus der alten Zoeva-Edition und entspricht dem Pinsel Nr 238. Kosten dürfte er jetzt um die 9 Euro. Der Pinsel ist gut geeignet, um einen etwas breiteren, rauchigeren Lidstrich zu ziehen oder auch die untere Lidseite zu umrahmen. Insgesamt auch kein absolutes MUSS, aber dennoch ein brauchbares, empfehlenswertes Pinselchen.

Diese 6 bzw. 8 Pinsel kann ich uneingeschränkt empfehlen und ich habe schon lange Freude damit!

 

Make up fixieren – Balea Wasserspray vs. Essence Keep it perfect!

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Eigentlich war ich schon lange auf der Suche nach einem halbwegs verträglichen Spray, das an Tagen, wo das Make up länger halten sollte, eine zuverlässige Arbeit erledigt. Während meiner Naturkosmetik-Phase habe ich das klärende Tonikum von Dr. Hauschka verwendet – hat aber leider nicht funktioniert. Das erfrischt zwar gut, aber eine Fixierung des Make ups konnte ich dadurch nicht erwirken.

Nun bin ich auf den Balea Wasserspray für Gesicht und Körper gestoßen und habe in Deutschland auch den viel gehypten Essence Keep it perfect! Make-up fixing Spray erstanden, der in Österreich nicht erhältlich ist. Wie gut schaffen die beiden es, mein MAC Make up haltbar zu machen? Hier ein Vergleich:

Balea Wasser-Spray

Das Spray wirbt auch auf der Dose explizit damit, dass man es zur Fixierung von Make up verwenden kann. Die Sprühflasche enthält 150 ml und kostet in Österreich 1,45 Euro. Inhaltsstoffe sind lediglich Wasser und Nitrogen. Man kann die Flasche auch im Kühlschrank aufbewahren. Bei mir steht sie sogar im Sommer im Bad und der Spray erfrischt trotzdem sehr gut. Der Sprühknopf ergibt einen mittelfeinen Nebel, man sollte allerdings einen Abstand von etwa 20 cm einhalten. Als Fixier-Spray erfüllt es grundsätzlich seinen Zweck, aber auch zur Erfrischung zwischendurch mag ich den Spray ganz gern. Man kommt mit dem Spray sehr lange aus und er hält auch an sich lange (aufgedrucktes Verfallsdatum).

Essence Keep it perfect!

Bei DM Deutschland bekommt man den Spray mit 50 ml um 2,95 Euro. Die Inhaltsstoffe kann man z. B. bei Codecheck nachlesen. Sie sind eigentlich okay. Zur Anwendung: Man sollte das Spray zunächst schütteln und aus etwa 15 cm Entfernung sprühen. Einen wirklich feinen Sprühnebel erzeuge ich dabei allerdings nicht. Bei mir hinterlässt es ein klebriges, fast betonartiges Gefühl – das hält auch den ganzen Tag über an. Es fühlt es ein bisschen maskenartig an. Der Vorteil des Sprays ist aber, dass das Make up damit wirklich sehr gut hält, besonders beim Rouge sehe ich einen deutlichen Unterschied mit und ohne Spray. Zur Haltbarkeit: Nach dem Öffnen sollte der Fixierspray in 12 Monaten aufgebraucht werden.

Fazit: Der Balea Spray ist deutlich günstiger, erfrischt mehr und erzeugt den feineren Sprühnebel. Wenn das Make up mal wirklich von morgens bis abends halten soll, dann verwenden ich den Essence Spray. Ansonsten ist er mir ein bisschen zu klebrig.