Wunderbrow – schön wärs…

 

Vom Werbeversprechen nach schönen Brauen und der Aussicht auf eine Zeitersparnis in der täglichen Pflege-Routine (weil ja semi-permanente Augenbrauenfarbe) getrieben, habe ich das Wunderbrow Augenbrauengel in der Farbe Braun (erhältlich bei Bipa um 29,95 Euro) erstanden. Vorweg: Ich habe das Produkt nicht kostenlos vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen und berichte hier ausschließlich über meine subjektive Erfahrungen damit.

Herstellerversprechen: „In nur einem Schritt zu perfekten Augenbrauen – mit WUNDERBROW, dem lang anhaltenden Augenbrauengel! Definierte, dichte und natürlich aussehende Augenbrauen, die komplett wasserfest, abriebfest und lang anhaltend sind – und das bis zu 3 Tage. Das Gel mit den haarähnlichen Fasern einfach und schnell auftragen, damit so ein natürliches Aussehen entsteht.“ 

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Kostenpunkt: Bei Bipa bekommt man das Produkt um 29,95 Euro.

Inhaltsstoffe: Die wären laut Codecheck gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass es sich ja um ein Färbeprodukt handelt. Insofern war meine Erwartungshaltung nochmals höher. Hier eine Auflistung der INCIS:

Aussehen, Verpackung: Das Gel sieht eigentlich aus wie eine Mascara, verpackt in einem weißen Umkarton.

Farbe, Konsistenz, Geruch: Erinnert mich insgesamt stark an eine Mascara bzw. an ein ganz normales Augenbrauengel, vielleicht etwas zäher in der Konsistenz. Es riecht relativ chemisch, wie eine Haarfarbe (ist ja auch ein Färbe-Produkt).

Anwendung, Wirkung: Aufgetragen wird es auf sauberen, trockenen Augenbrauen mit dem integrierten Pinselchen, bis man die perfekte Form erreicht hat. Dann einfach wieder mit dem Bürstchen ausbürsten und fertig. So weit, so gut. Bei mir hat die Farbe unverzüglich gebrannt wie Feuer – so stark, wie ich es noch nicht zuvor bei einem anderen Produkt erlebt habe. Farblich hat das Gel dann einen ziemlichen Rotstich (meine gewählte Farbe war Brunette) – grundsätzlich nicht unmöglich, aber jedenfalls alles andere als natürlich (wie eigentlich erwartet bzw. gemäß Herstellerversprechen). Kurzum, aufgrund des Brennens habe ich das Gel unverzüglich mit ölhaltigem Make-up-Entferner und Wattepad abgenommen, was doch einigen Aufwand bereitet hat und nicht so einfach war, wie erhofft. Ich musste letztlich doch relativ lange rubbeln. Das Brennen dauerte auch nach dem Entfernen noch stundenlang an.

Fazit: Kein Produkt, das ich ein zweites Mal verwenden oder empfehlen würde. Das Brennen ist ein absolutes No-Go für mich, der Rotstich in der Farbe ein zweites Ausschlusskriterium. Da bleibe ich lieber bei meinem bewährten Alverde-Brauenpuder.

 

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Bioselect Olive Hand Cream Rich Texture

Vor einiger Zeit durfte ich mir von Calmterra/Bioselect die reichhaltige Olivenhandcreme zum Testen aussuchen. Gerade im Winter habe ich sehr trockene Hände, die seitlich der Nägel immer wieder sehr schmerzhaft einreißen. Da bedarf es reichhaltiger und konsequenter Pflege. Mehrmals täglich und natürlich auch abends eincremen ist hier das Gebot der Stunde. Insofern kam mir das Produkt gerade recht. Nach dreimonatiger, täglicher Verwendung (meistens abends) ist die Tube mit 100 ml nun fast leer und ich darf euch meine Erfahrungen damit schildern:

Herstellerversprechen: „Diese Handcreme ist besonders reichhaltig und bietet eine intensive Handpflege. Dictamelia®, Shea Butter und Ringelblumenextrakt spenden der Haut Feuchtigkeit, versorgen diese mit wertvollen Nährstoffen und schützen vor oxidativen Schäden. Hyaluronsäure und Allantoin fördern die Hautelastizität und pflegen Ihre rissige Haut an den Händen.“ Soweit so gut! Die Creme besteht zu exakt 87,49 % „organic of total“. Das Produkt enthält keine Silikone, keine künstlichen Farbstoffe, Parabene, Mineralöle und ist nach ICEA bio-zertifiziert. Hergestellt ist die Handcreme in Griechenland.

Verpackung, Inhalt, Preis: Die weiße Tube enthält 100 ml Creme, welche im Handel (Apotheke) zu 9,90 Euro verkauft wird. Das Design ist Geschmacksache, wirklich stylisch sieht die Tube nicht aus. Die Rückseite war mit deutschsprachigem Text überklebt. Im Original befinden sich drunter Herstellerinformationen auf Griechisch. Die Creme ist im Übrigen in zwei Texturen (leicht, reichhaltig) erhältlich.

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Inhaltsstoffe: Die INCIS sind seitlich auf der Tube aufgedruckt und können auch hier nachgelesen werden. Laut Codecheck enthält die Creme keine bedenklichen Inhaltsstoffe, was ich sehr positiv finde.

Farbe, Geruch, Konsistenz: Die Handcreme ist eher dicklich, wie man es bei einer reichhaltigen Textur eben erwartet. Hinsichtlich Geruch kommen wir zum negativen Aspekt der Creme: Die Farbe (gräulich – wird angetrocknet dann braun) unterscheidet sich von den klassisch „reinweißen“ Handcremen. Mehr jedoch trifft das auf den Geruch zu: Für mich riecht die Creme ziemlich intensiv nach Kräutern. Da ich nicht weiß, wie Dictamelia riecht, assoziiere ich das irgendwie mit Thymian und Rosmarin – und die beiden Kräuter sind leider nicht mein Fall. Selbst nach 3 Monaten Verwendung habe ich mich nicht an den Geruch gewöhnt.

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Anwendung, Wirkung: Nach drei Monaten täglicher Anwendung ist die Tube fast leer. Sie ist etwa gleich ergiebig wie andere Handcremen, die ich sonst verwendet habe. Ich habe jeweils etwa einen haselnussgroßen Klecks eingearbeitet. Die Creme zieht nicht sofort ein, man muss sie wirklich etwas einmassieren. Es bleibt allerdings für einige Minuten trotzdem ein ziemlich fettiger Film auf der Haut zurück (das legt sich nach etwas Einwirkzeit), weshalb ich die Creme nur abends verwendet habe. Meine rissigen Schrunden habe ich zwar nach wie vor, und auf das Handpeeling ab und zu habe ich auch nicht verzichtet, aber zumindest fühlen sich die Hände am Morgen nicht ganz so trocken und rissig an wie mit leichteren Texturen. Die Pflegewirkung ist konnte ich somit definitiv feststellen.

Fazit: Die Creme ist eine gute Bio-Variante für trockene, beanspruchte Hände, die man über Nacht pflegen möchte. Für untertags würde ich eine weniger fettende, leichtere Textur empfehlen. Gewöhnungsbedürftig ist sicherlich der Geruch. Und natürlich ist die Creme mit knapp 10 Euro für 100 ml nicht ganz günstig. Da gibt es auch im Bio- bzw. Naturkosmetik-Bereich sicherlich günstigere Produkte.

 

Shampoos bei empfindlicher, juckender Kopfhaut – was hilft wirklich?

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Im Laufe seines Lebens leidet wohl fast jedeR früher oder später unter empfindlicher juckender Kopfhaut. Bei mir dauert dieser Zustand mittlerweile schon etwa 10 Jahre an. Ob es die Auswirkungen regelmäßigen Haarfärbens, Shampoos mit Silikonen oder einfach nur hormonelle Veränderungen sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist, dass ich auf meinem Leidensweg mittlerweile schon unzählige Shampoos durchprobiert habe, die zwar allesamt vielversprechend geklungen haben, aber letztlich großteils unbrauchbar für mich waren (z. B. Less is more, Yves Rocher, Alverde, Lavera, Dado Sens, Rausch, Kerastase etc.). Bereits nach wenigen Stunden hat der Juckreiz wieder eingesetzt, und durch das ständige Kratzbedürfnis wird alles nur noch schlimmer. Ich gebe hier meine ganz persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Shampoos wider, die ich aus meiner Sicht empfehlen kann. Da ich gerne abwechsle, verwende ich aktuell drei Shampoos gleichzeitig (allesamt meine Favoriten).

Rausch Huflattich-Shampoo: ein Kompromiss

Eine Zeitlang war ich mit dem Rausch Huflattich-Shampoo relativ zufrieden, würde es aber als Kompromiss bezeichnen: Die Ergiebigkeit des Shampoos ist einfach unschlagbar – mit einer Flasche (Kostenpunkt ca. 13 Euro/200 ml) kam ich ewig aus. Den Juckreiz hatte ich damit besser als Griff als mit anderen Shampoos, allerdings wurden die Haare von dem Shampoo ziemlich trocken.

Und hier meine Favoriten – in genau dieser Reihenfolge: 

Balea Kopfhaut Control Shampoo

Für wenig Geld (1,65 Euro/250 m) bekommt man hier ein silikonfreies Shampoo, das mich in seiner Wirkung wirklich überrascht hat. Ich bin eher durch Zufall auf dieses Shampoo gestoßen und dachte, für diesen Preis ist es einen Versuch wert. Und es ist mehr als das! Das Kopfhaut Control Shampoo hat eine weiße, sehr cremige, eher dickflüssige Konsistenz und erinnert eher an eine Bodylotion:

Den Geruch würde ich als undefinierbar-neutral, jedenfalls unaufdringlich, bezeichnen. Ich finde das Shampoo sehr ergiebig. Es schäumt sehr gut. Mit diesem Shampoo hat sich mein Juckreiz schon nach wenigen Haarwäschen wirklich deutlich reduziert. Meine Haare lassen sich nach dem Waschen gut kämmen, sie glänzen einigermaßen und das Shampoo trocknet weder aus, noch fetten die Haare schneller nach. Insgesamt für mich ein absolut empfehlenswertes Produkt, das leider in Österreich aus dem Sortiment genommen wurde.

Aubrey Organics GPB Shampoo

In verschiedenen Foren wurde die Marke Aubrey Organics immer wieder empfohlen. Es handelt sich dabei um zertifizierte, tierversuchsfreie Naturkosmetik. Es liegt preislich eher im oberen Bereich (ca. 15 Euro/325 ml) und hat einen etwas eigenwilligen Dosier-Verschluss:

Die Konsistenz des Glanz-Protein-Balance-Shampoos ist relativ dünnflüssig, man muss es gut schütteln, sonst bröckelt es etwas. Es ist bräunlich und riecht relativ intensiv nach Kräutern. Die Ergiebigkeit finde ich okay. Bei diesem Shampoo benötige ich immer zwei Wäschen, da es beim ersten Mal fast gar nicht schäumt und man das Gefühl hat, das Shampoo selbst bei kurzen Haaren hätte noch nicht das gesamte Haar erreicht. Beim zweiten Durchgang schäumt es dann allerdings sehr gut. Insofern brauche ich vom GPB allerdings doppelt so viel wie z. B. vom Balea Shampoo. Als störend empfinde ich, dass die Haare beim Waschen relativ verfilzen. Dafür fühlen sie sich nach dem Auswaschen wirklich sauber an (wer den Quietsche-Effekt mag – hier gibt es ihn). Insofern lässt die Kämmbarkeit zu wünschen übrig. Es verleiht meinen Haaren einen schönen Glanz, trocknet mit der Zeit allerdings etwas aus. Hinsichtlich Juckreiz: Dieses Shampoo habe ich, bevor ich das Balea entdeckt habe, regelmäßig verwendet, weil es mir recht gut geholfen hat. Aufgrund der schlechten Kämmbarkeit und des hohen Preises rangiert es aber mittlerweile hinter Balea. Und Achtung, aufgepasst: Es gibt aktuell im Handel zwei annähernd gleich aussehende GPB Shampoos, die eine unterschiedliche Rezeptur aufweisen! Ich habe mal aus Versehen das falsche erwischt, das war nicht so umwerfend.

Benecos Aloe Vera Shampoo

Durch Zufall bin ich auf das vegane, zertifizierte Shampoo der Naturkosmetik-Marke Benecos gestoßen. Um knapp 4 Euro bekommt man 200 ml sehr zitronig riechendes, flüssiges, bräunliches Shampoo:

An diesem Shampoo gefällt mir, das es sehr gut schäumt und reinigt, relativ ergiebig ist und einen schönen Glanz verleiht. Gegen den Juckreiz hat es nicht so gut gewirkt wie die beiden anderen Shampoos, aber preislich und hinsichtlich der Inhaltsstoffe ist es eine brauchbare Alternative.

Zwar, kein Shampoo, aber auch noch empfehlenswert finde ich das beruhigende Kopfhaut-Serum von Eucerin aus der Dermo Capillaire Serie. Es ist zwar nicht ganz billig (in der Apotheke kostet es knapp 16 Euro/100 ml), dafür kommt ich damit wirklich sehr sehr lange aus. Wenn meine Kopfhaut trotzdem einmal juckt (was meistens abends vorkommt), träufle ich es direkt auf die Kopfhaut und massiere es leicht ein. Das beruhigt meine Kopfhaut sofort.

Fazit: Ich kann alle hier vorgestellten Produkte guten Gewissens empfehlen. Welche Wunderwaffen gegen juckende Kopfhaut habt ihr noch auf Lager?

 

Chanel Dimensions Mascara black

Eine Mini-Größe der neuen Chanel Dimensions Mascara in black hat mich unlängst erreicht. Laut Werbeversprechen soll die Mascara „durch eine mit Wachs angereicherte Formel“ und ihre „flüssig-elastische Textur“ die Wimpern optisch verlängern. „Zudem erhalten die Wimpern augenblicklich einen atemberaubenden Schwung und wirken besonders feminin.“ – So stand es zumindest in dem Anschreiben, das ich gemeinsam mit der Mascara erhalten habe. Klingt soweit sehr gut und genau richtig für meine relativ schwunglosen, kurzen Wimpern. Doch kann die Mascara das halten, was sie verspricht?

Eine Liste der Inhaltsstoffe war leider nicht aufzutreiben und bei Codecheck.com ist die Mascara aktuell noch nicht gelistet.

Farben: Die Mascara ist in den Farben Schwarz, Blau und Braun erhältlich (jeweils nicht wasserfest).

Preis: 35,95 Euro für 6 Gramm

Anwendung: Die Mini-Ausgabe der Mascara besteht aus einer Art harter Tube, in der gerade mal das Bürstchen Platz hat. Es ist für meinen Geschmack sehr groß und dick. Das merkt man beim Auftragen – bei kurzen, geraden Wimpern muss man wirklich aufpassen, dass man die Mascara sauber aufträgt.

Die Farbe hält gut, auch finde ich, dass die Wimpern nicht verkleben. Nach zwei bis drei Schichten erziele ich ein recht passables Ergebnis. Abschminken lässt sich die Mascara auch recht gut. Die Haltbarkeit finde ich okay, sie verschmiert im Laufe des Tages nicht. Meine sensiblen Augen vertragen sie auch gut. ABER ich erziele ein genauso zufriedenstellendes Ergebnis mit meinem persönlichen Favoriten Essence All eyes on me: Diese Marscara hat ein angenehm gerades, schmales Bürstchen, lässt sich sehr gut auftragen und verleiht meinen kurzen, geraden Wimpern einen schönen Schwung – und das für gerade mal 1,95 Euro.

Fazit: Wer mit dem Bürstchen klarkommt und vor dem wirklich hohen Preis nicht zurückschreckt, bekommt hier wirklich eine ordentliche Mascara. Jetzt, nachdem ich die Chanel Mascara in Schwarz über einen Monat angewendet habe, bin ich mittlerweile wirklich begeistert davon. Sie trocknet sehr schnell und verhilft meinen kurzen, geraden Wimpern zu einem sensationellen Schwung – ohne mehrfaches Nachtuschen, ohne Verklumpen! Das Ganze hält auch lockern einen ganzen Tag lang (inklusive Sport). Abschminken ist auch ganz easy und vertragen tu ich sie mit meiner empfindlichen Haut auch ganz gut. Und an das (für mich) relativ große Bürstchen habe ich mich mittlerweile auch schon gewöhnt. In Braun finde ich die Mascara übrigens nicht empfehlenswert. Das Ergebnis ist nur mäßig, einfach deutlich weniger dicht und weniger Schwung.

Gehypte Tops und Flops

Auf verschiedensten Kundenportalen und Blogs liest man ja immer wieder von neuen (Kosmetik-)Produkten, die über die Maßen gelobt werden und angeblich regelrechte Wunderwaffen sein sollen. Einige dieser Produkte habe ich dank Probenservice von greenglam.de, naturkosmetik-tirol.at und amazingy.com (kostenpflichtig) ausprobiert. Hätte ich alle Produkte sofort in Fullsize gekauft, hätte ich mich nicht nur geärgert, sondern auch einen beträchtlichen Teil wegwerfen müssen. Deshalb möchte ich hier künftig meine Highlights in Sachen „gehypte Flops“, aber natürlich auch die „Tops“ vorstellen – also Produkte, die ich nach entsprechender Testphase wirklich empfehlen kann. U. a. mit dabei sind: Alverde Brauenpuder, Dr. Hauschka Melissencreme, Dr. Hauschka Waschcreme, Und Gretel Lieth Foundation, Hiro Space Balm, Hiro Bronzer, Lavera Illumination Eye Cream, Lavera BB Cream, Lavera Wildrosen Augengel, Zoeva Stippling Brush und noch einige andere! Natürlich wird nicht verraten, was aus dieser Liste es unter die Tops geschafft hat und was leider ein Flop war. 🙂