Alverde Wimpernserum und Lash Booster – viel Lärm um nichts …

Ganz ehrlich – welche Frau träumt nicht von dichten, schön geschwungenen, langen Wimpern? Wer nicht von Natur aus mit solchen ausgestattet ist, kann – wenn man der Werbung glauben will – seit geraumer Zeit etwas nachhelfen. Die Wunderwaffe heißt Wimpernserum und soll das Wachstum der Wimpern anregen. Generell liest und hört man immer wieder von sichtbaren Erfolgen dank konsequenter Anwendung – allerdings braucht man dafür Geduld – die habe ich aufgebracht und die Produkte über 3 Monate hinweg täglich angewendet. Doch ob es funktioniert hat?

Da ich selber mit kurzen, relativ geraden Wimpern ausgestattet bin und diese im Laufe der Zeit durch die tägliche Verwendung von Mascara zunehmend dünner werden, wollte ich nun auch einmal ein Serum probieren. Da kam es mir gerade recht, dass es von Alverde auch ein Naturkosmetik-Produkt gibt:

Die Produkte sind beide im Vergleich zu dem, was sonst auf dem Markt erhältlich ist, sehr günstig und noch dazu Naturkosmetik – doch halten sie auch wirklich, was das Herstellerversprechen einen glauben macht?

Der Lash Booster ist für 4,75 Euro (3 ml) bei DM Österreich erhältlich. Es handelt sich um ein Natrue-zertifiziertes Pflegeserum, das ein- bis zweimal täglich direkt an der Wimpernwurzel aufgetragen für „längere, dickere und dichtere Wimpern“ sorgen soll. Das Serum ist durchsichtig, riecht eigentlich nach nichts und kann mit einem ganz dünnen Pinselchen aufgetragen werden – ähnlich wie ein Eyeliner-Produkt.

Das Overnight Coffein Serum gibt es ebenfalls für 4,75 Euro (8 ml) und ist auch Natrue-zertifiziert. „Mit wertvollen Ölen und Beerenwachs, stärkt und regeneriert die Wimpern“ – soweit das Herstellerversprechen. Es sieht aus wie eine Mascara, das Serum selber ist weiß, wird beim Auftragen aber fast durchsichtig und klumpt. Ein Manko ist für mich hier die Anwendung: Durch die Konsistenz und die Farbe lässt sich nur schwer abschätzen, wie viel von dem Produkt man nun aufgetragen hat. Direkt nach dem Auftragen verspürte ich ein leichtes Brennen, das aber relativ schnell wieder weg war.

Fazit: Trotz konsequenter, täglicher Anwendung über drei Monate hinweg (dann war der Lash Booster aufgebraucht) konnte ich keinen nennenswerten Effekt feststellen. Die Wimpern sind gleich kurz wie vorher. Mit viel Fantasie bilde ich mir, sie seien marginal dichter – aber das liegt wohl auch daran, dass ich die Wimpern täglich viel genauer anschaue. Könnte also auch ein Placebo-Effekt sein. Auch könnte ich nicht bestätigen, dass die Wimpern jetzt gepflegter wären oder auch ohne Mascara sichtbar mehr Volumen hätten – Fehlanzeige! Für die beiden Produkte sprechen, dass sie beide relativ gut verträglich und sehr günstig sind. Insgesamt für mich aber ein Flop. Die 10 Euro investiere ich lieber in eine gute Mascara, die optisch mehr hermacht (mein neuer Liebling: Isadora  All Day Long Mascara!!).

Eyeshadow Base: Catrice Prime & Fine vs. Urban Decay Primer Potion

Eyeshadow Bases gibt es ja relativ viele, wobei nach meiner Erfahrung nur die wenigsten wirklich ihren Zweck erfüllen. So z. B. verwende ich als Augencreme die All about eyes Creme von Clinique, die eigentlich auch ein Primer wäre. Als Augencreme finde ich sie super, als Primer aber völlig unbrauchbar. Das Töpfchen von Artdeco glitzert mir zu stark, auch trocknet die Base mit der Zeit im Topf aus und zudem finde ich die Entnahme mit dem Finger nicht gerade hygienisch. Von Alverde habe ich eine Naturkosmetik-Base probiert und gleich wieder verworfen – von der Konsistenz viel zu dick für mich.

Gibt es wirklich eine Base, die eine tolle Konsistenz hat und die Haltbarkeit von Lidschatten verlängert? Nach längerer Suche bin ich auf zwei Produkte gestoßen, die ich einigermaßen brauchbar finde: Die Prime & Fine Eyeshadow Base von Catrice und von Urban Delay der Eyshadow Primer Potion. Wie sich die Produkte aus meiner Sicht unterscheiden, lest ihr hier:

Prime & Fine (Catrice): 5 ml kosten ca. 3,45 Euro. Das Produkt ist nach dem Öffnen noch 6 Monate haltbar. Die Konsistenz finde ich sehr cremig, den Farbton würde ich als „nude“ bezeichnen. Man entnimmt das Produkt mit dem Bürstchen und kann den Primer dann mit dem Finger verteilen und etwas einklopfen. Nach kurzer Trocknungszeit lässt sich der Lidschatten auftragen. Ergebnis: Der Lidschatten ist intensiviert und hält wirklich länger als ohne. Am Ende des Tages verrutscht er bei mir aber auch etwas in der Lidfalte (aber jedenfalls deutlich weniger als ohne Primer).

Primer Potion (Urban Decay): 5 ml kommen auf ca. 9,95 Euro. Auch hier ist die Haltbarkeit nach dem Öffnen mit 6 Monaten angegeben. Von der Konsistenz und dem Farbton her ähnelt der Primer stark dem von Catrice, ist aber einen Tick dünnflüssiger und etwas gelbstichiger. Die Entnahme funktioniert ganz gleich, auch die Trocknungszeit ist relativ kurz. Ergebnis: Verblenden ist sehr einfach, die Haltbarkeit ist deutlich verlängert. Zwar wird die Farbe weniger intensiviert, aber dafür übersteht der Lidschatten wirklich einen ganzen Tag, ohne in die Lidfalte zu rutschen.

Fazit: Der Primer von Catrice erfüllt für den günstigen Preis seinen Zweck. Für Catrice spricht, dass der Farbton des Lidschattens intensiviert wird. Trotzdem mag ich den Primer von Urban Decay lieber: Zwar intensiviert er die Farbe nicht, aber die Konsistenz finde ich noch etwas angenehmer und die Haltbarkeit ist besser als bei Catrice – was allerdings seinen Preis hat.

 

 

Naturkosmetik ade!

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Naturkosmetik – nichts (mehr für mich)!

Seit etwa 2 oder vielleicht auch 3 Jahren habe ich versucht, relativ konsequent Naturkosmetik zu verwenden. Naturkosmetik hat in den letzten Jahren einen regelrechten Höhenflug erfahren – also dachte ich auch, mir damit etwas Gutes zu tun. Neben zahlreichen faulen Kompromissen, die man gerade bei der dekorativen Kosmetik eingehen muss (nach meinen Erfahrungen v. a. unpassende Make-up-Farben, schlechte Haltbarkeit, krümelnde Lidschatten, wenig effektvolle Mascaras, effektlose Haarstyling-Produkte etc.), musste ich im Laufe der Zeit feststellen, dass ich zahlreiche Produkte offensichtlich nicht vertrage.

Schönere Haare? Keine Kopfhauptprobleme mehr? Mitnichten!

Naturkosmetik-Haarshampoos habe ich etwa 5 Jahre lang verwendet, als irgendwann die Kopfhaut zu jucken begann. Von günstig (Alverde) bis teuer (Less is more) habe ich einiges probiert – aber weder hat mich das Kopfhautjucken verlassen, noch hätte ich weniger fliegende Haare. Ganz im Gegenteil. Ohne Haarspray sind die fliegenden Haare am Ansatz nicht zu bändigen. Allerdings kann ich mit den Naturkosmetik-Shampoos im Gegensatz zur Kosmetik noch eher anfreunden. Aubrey Organics und Benecos steigen noch am besten aus.

Schönere Haut? Mitnichten! 

Mittlerweile ist der Sektor ja riesengroß und man findet für jedes Hautproblem die scheinbar passende Lösung aus der Natur. Also habe ich für meine fettige Haut die passenden Produkte probiert. Ich höre noch gut die Dr.-Hauschka-Kosmetikerin, die meinte, man müsse Geduld haben, das Hautbild könne sich kurzfristig verschlechtern. Was heißt hier kurzfristig? Monatelang getestet und rote Flecken, Pickel und weiterhin fettige Haut? Das kann es doch wohl nicht sein! Durchgetestet habe ich übrigens – aufgrund von Empfehlung von Blogs, Ökotest usw. – nun wirklich lange und konsequent genug, von den Einsteigern Lavera und Alverde über Dr. Hauschka, Primavera, Santaverde, Zuii Organics, Börlind bis hin zu Less is more – was geblieben ist: viel Frust, viel weggeworfenes Geld und ein arg verschlimmertes Hautbild. Das musste erst jeden Tag mit viel Make up zugekleistert werden, was das Hautbild wieder verschlechterte.

Die Erleuchtung…

… kam mir nach einem trostlosen Besuch bei der Kosmetikerin und einem Urlaub, in dem ich eine Hotel-Bodylotion verwendete und nach zwei, drei Tagen die zahlreichen Pickel an Armen und Beinen verschwunden waren. Schlagartig war mir klar: Die zahlreichen Öle und Fette in den Naturkosmetik-Produkten vertragen sich einfach nicht mit fettiger Haut. Diagnose: überpflegte Haut.

Die Erlösung…

… brachten mir die Erkenntnis, dass weniger mehr ist und die Produkte von Clinique: Dramatically Different Moisture Gel (fettfrei) und nach zwei Tagen hat sich mein Hautbild wieder sichtlich beruhigt. Abends verwende ich das vom Hautarzt verschriebene Biretix  Duo Gel und nach nicht mal einem Monat Anwendung habe ich wieder eine halbwegs normale Haut. Meine MAC-Produkte verwende ich jetzt wieder guten Gewissens und ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut!

Fazit: Wer eine trockene Haut hat und Kompromisse hinsichtlich Haltbarkeit, Farbauswahl etc. bei der dekorativen Kosmetik eingehen kann, wird mit Naturkosmetik vermutlich glücklich werden. Für mich und meine fettige Haut sind die Produkte nichts.

Was trotzdem bleiben darf:

Gute Erfahrungen, ohne Kompromisse einzugehen, habe ich mit folgenden Produkten gemacht:

  • Alverde Brauender und Brauengel
  • Lavera Peeling
  • Speick Deo Stick
  • Terra Naturi Wildrosen-Handcreme
  • Benecos Aloe Vera Shampoo

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Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

Gehypte Tops und Flops

Auf verschiedensten Kundenportalen und Blogs liest man ja immer wieder von neuen (Kosmetik-)Produkten, die über die Maßen gelobt werden und angeblich regelrechte Wunderwaffen sein sollen. Einige dieser Produkte habe ich dank Probenservice von greenglam.de, naturkosmetik-tirol.at und amazingy.com (kostenpflichtig) ausprobiert. Hätte ich alle Produkte sofort in Fullsize gekauft, hätte ich mich nicht nur geärgert, sondern auch einen beträchtlichen Teil wegwerfen müssen. Deshalb möchte ich hier künftig meine Highlights in Sachen „gehypte Flops“, aber natürlich auch die „Tops“ vorstellen – also Produkte, die ich nach entsprechender Testphase wirklich empfehlen kann. U. a. mit dabei sind: Alverde Brauenpuder, Dr. Hauschka Melissencreme, Dr. Hauschka Waschcreme, Und Gretel Lieth Foundation, Hiro Space Balm, Hiro Bronzer, Lavera Illumination Eye Cream, Lavera BB Cream, Lavera Wildrosen Augengel, Zoeva Stippling Brush und noch einige andere! Natürlich wird nicht verraten, was aus dieser Liste es unter die Tops geschafft hat und was leider ein Flop war. 🙂

 

„Zell Aktiv Tagespflege“ von ALVERDE

Im Rahmen eines Produkttests von beautytester.de konnte ich die Zell Aktiv Tagespflege „Power Extension Blauer Hibiskus“ von ALVERDE testen. Vorab: Alverde ist eine anerkannte Naturkosmetik-Marke, das Produkt ist Nature-Zertifiziert und vegan.

Vorbemerkung: Ich möchte in diesem Testbericht nicht das auflisten, was man anhand der Schachtel ohnedies ablesen kann, sondern mich v. a. einer kritischen Beleuchtung der Inhaltsstoffe in Relation zum Werbeversprechen widmen.

Verpackung: Geliefert wird es in einer Faltschachtel aus mindestens 80 % Recycling-Material, der Pumpspender entspricht in etwa der Größe der Kartonschachtel (also keine Mogelpackung).

Preis: Die Pflege kostet bei DM Österreich 6,95 Euro für 50 ml.

Anwendung: Die Pflege wird für die Altersklasse 30 – 45 empfohlen und soll morgens auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden. Der Pumpspender ist praktisch und hygienisch, die Dosierung ok (ein Mal Pumpen reicht für das gesamte Gesicht).

Geruch, Konsistenz: Die Pflege hat eine weißlich-graue Farbe und ist aufs Erste eher fettig (was der Blick auf die Inhaltsstoffe – siehe unten! – bestätigt). Sie zieht war recht gut ein, hinterlässt aber einen fettigen Film auf der Haut. Das liegt wohl hauptsächlich am Olivenöl, das reichlich enthalten ist und als nicht-trocknendes Öl gilt. Den Geruch finde ich gewöhnungsbedürftig: die vielen Öl-Komponenten riecht man eindeutig heraus, ätherische Duft-Stoffe befinden sich in dem Produkt nicht allzu viele (siehe Inhaltsstoffe). Von einem blumigen Duft, wie es die Bezeichnung „blauer Hibiskus“ vermuten lassen würde, habe ich nichts bemerkt. Viel mehr riecht das Produkt für mich leicht ranzig (obwohl es bis Mai 2017 hält).

Und was kann das Produkt wirklich? Oder: Inhaltsstoffe in Relation zum Werbeversprechen: Das Produkt verspricht dank „wertvoller Anti-Aging-Wirkstoffen“ ein „jugendlicheres Hautbild“,  die „DNA wird geschützt und pflanzliche Poptide helfen, die Haut zu stärken und vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-bedingter Hautalterung, oxidativem Stress und freien Radikalen zu schützen.“ Außerdem wirbt das Produkt noch mit Bio-Flavonoiden für ein „frisches, vitales Aussehen“, es „vermindert das Auftreten und die Intensität von Falten“ und bezeichnet sich als einen „Feuchtigkeitsspender mit Sofort-Effekt“. Soweit das Werbe-Versprechen.

Kritikpunkt 1: Beim Blick auf die Inhaltsstoffe wird klar: Die deutsche Auflistung ist zum Teil ungenau – so wird z. B. lediglich „Hautpflegemittel“, „Emulgator“ oder „Mischung ätherischer Öle“ genannt – eine genauere Bezeichnung fehlt. In der englischen Auflistung wird von „Parfum“ gesprochen – das scheint im Deutschen nicht auf. Wichtig wäre hier eine genauere Auflistung, gerade für Allergiker!

Kritikpunkt 2: Hauptbestandteile in dieser Creme sind v. a. Öl-Komponenten, zuvorderst das nicht-trocknende Olivenöl (deswegen auch das leicht fettige Gefühl). Hochwertigere, pflegendere Öle wie Jojoba oder Sheabutter kommen erst viel später in der Liste vor und sind deshalb in geringeren Mengen enthalten. Der „Blaue Hibiskus“ (siehe Werbe-Versprechen) findet sich in der deutschen Auflistung gar nicht. Angegeben ist zwar das Synonym „Straucheibisch-Extrakt“, aber das muss man als Laie erst einmal googeln. Davon ist in dem Produkt aber nur wenig enthalten – weit mehr enthalten sind Rüben und Sennalata-Extrakt!

Kritikpunkt 3: Eine feuchtigkeitsspendende Wirkung konnte ich nicht feststellen, dafür ist die Creme viel zu fettig (obwohl ich durchaus in die Alters-Zielgruppe falle). Klassische Feuchtigkeitsspender (z. B. Aloe Vera) sind in der Creme jedenfalls nicht enthalten.

Fazit: Die Creme hält aus meiner Sicht nicht das, was ich mir laut Werbeversprechen erwartet habe. Die Feuchtigkeitswirkung ist mir zu gering. Auch eine Faltenreduktion konnte ich nicht feststellen. Den Geruch empfinde ich als unangenehm.

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