Rama Bratprofi

Neulich gab es von Rama eine Testaktion, bei der ich ausgewählt wurde. Im Testpaket enthalten waren drei 0,5 Liter Flaschen „Rama Bratprofi“ aus dem Hause Unilever – zwei zum Weitergeben und eine zum selber Testen. Hier könnt ihr nachlesen, was ich von dem Produkt halte:

Herstellerversprechen: „Bratprofi – vereint das Gute von Raps-, Leinsamen- und Sonnenblumenöl mit dem Besten von Rama. Für leckere Bratresultate – jeden Tag. Unsere drei hochwertigen Pflanzenöle sind natürlich reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 & 6).“ Das Bratöl kann zum Braten, Dünsten, Marinieren und Schmoren (allerdings nicht zum Frittieren) verwendet werden, ist laut Hersteller Unilever hoch erhitzbar und gibt kaum Spritzer.

Zutaten: 55 % Sonnenblumenöl, 39 % Rapsöl, 3 % Leinsamenöl, 2 % Rapsöl ganz gehärtet, Speisesalz, Emulgator (Lecithin mit Soja), natürliches Aroma (mit Milch), Vitamine (A, D), Farbstoff (Carotine)

Dass der Hersteller hier mit Leinsamenöl wirbt, das genau zu 3 % drin enthalten ist, kommt mir doch etwas übertrieben vor. Das Produkt besteht hauptsächlich aus (deutlich günstigerem) Sonnenblumen- und Rapsöl.

Nährwert: 813 kcal pro 100 ml

Preis: 1,99 Euro für 500 ml

Konsistenz: Bratprofi hat eine gelblich-trübe Farbe und ist deutlich dickflüssiger als normales Öl, selbst wenn man die Flasche vor Gebrauch schüttelt, wie es empfohlen wird. Auf der Flasche drauf ist ein schön goldfarbener Tropfen abgebildet – stimmt dann mit dem Inhalt farblich und von der Konsistenz nicht ganz überein.

Geschmack, Anwendung: Ich habe das Öl für praktisch alles, was ich anbrate oder dünste, also Fleisch, Fisch, Gemüse, verwendet. Mittlerweile ist meine Flasche schon fast aufgebraucht. Normalerweise verwende ich dafür entweder Rapsöl oder eine andere Pflanzencreme (auch von Rama). Im Vergleich dazu fällt auf:

  • Bratprofi braucht länger, um richtig heiß zu werden, selbst länger als normales Öl.
  • Die Speisen schmecken etwas weniger intensiv als bei Zubereitung z. B. mit Rama Culinesse, weil fast ausschließlich Pflanzenöl drin ist.
  • Ich habe von dem Produkt mehr gebraucht als wenn ich Rama Culinesse verwendet hätte (Anbrenn-Gefahr trotz Teflon-Pfanne bzw. vielleicht auch instinktiv, weil ich mit Öl großzügiger umgehe als mit Butter)
  • Bratprofi spritzt weniger als normales Öl, allerdings deutlich mehr als z. B. Rama Culinesse oder Butter.

Fazit: Wer eine Alternative zu normalem Öl oder zu Butter sucht, dem kann ich Rama Bratprofi empfehlen. Zu beachten ist allerdings eine verlängerte Erhitz-Zeit. Das Produkt ist, wenn man sich die Inhaltsstoffe ansieht, mit 1,99 Euro nicht gerade billig. Um diesen Preis bekommt man auch reines Sonnenblumen- oder Rapsöl, und das ohne Emulgator, ohne natürliches Aroma (mit Milch bzw. Soja – Achtung, Allergiker!), ohne Farbstoffe.

Sodastream Crystal

Neulich durfte ich den Wassersprudler Sodastream Crystal ausprobieren. Mit diesem Gerät habe ich schon mehrfach geliebäugelt und umso größer war die Freude, dass ich das Gerät nun testen durfte. Hält das Gerät, was es verspricht?

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Herstellerversprechen: Mit dem Sodastream lässt sich in Sekundenschnelle individuell dosiertes Trinkwasser aufsprudeln. Schweres Flaschen-Schleppen entfällt somit und man soll damit auch bis zu 50 % der Getränkekosten sparen. Mit zahlreichen Sirupen lassen sich auch Softdrinks einfach selber herstellen.

Preis: 129 Euro inkl. 1 Glaskaraffe

Anwendung: In wenigen Handgriffen ist die Kartusche (reicht für 60 Liter) eingesetzt und man kann sehr schnell mit dem Sprudeln loslegen. Mitgeliefert wird eine 0,6 Liter Glaskaraffe, die sehr edel wirkt. Andere Flaschen sind für den Einsatz nicht vorgesehen. Die Sprudel-Dosis lässt sich einfach regulieren, indem man länger bzw. mehrfach drückt. Die Glaskaraffe darf dabei wirklich nur bis zur Markierung gefüllt werden, sonst schwappt das Wasser beim Öffnen über. Wer Softdrinks möchte, mischt diese erst anschließend mit dem gesprudelten Wasser.

Fazit: Der Wassersprudel ist wirklich eine praktische Sache. Allerdings braucht man dafür Platz in der Küche (dafür entfällt ein Lagerplatz für Getränkevorräte), und die Anschaffung des Gerätes ist auch nicht ganz billig: 129 Euro inkl. Kartusche und Glaskaraffe, aber ohne Sirupe. Dafür kann man schon sehr viele Flaschen Mineralwasser kaufen. Bis man den Gerätepreis wirklich amortisiert hat, muss man schon sehr sehr viel Sprudel trinken, denn immerhin wird ja alle 60 Liter wieder eine neue Kartusche fällig. Was die Sirupe betrifft: Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen, die meisten enthalten viel Zucker bzw. zahlreiche Zucker-Ersatzstoffe, die ich mir eigentlich nicht zuführen mag. Preislich sind die Sirupe im oberen Segment. Zwei Liter Sirup (4 Geschmacksrichtungen á 500 ml) kommen auf stolze 18 Euro und ergeben 48 Liter Sirup. Wer einen höheren Verbrauch hat, erzeugt dadurch auch wieder viel Plastikmüll, und die Sirupe gehen ganz schön ins Geld. Deutlich billiger gehts entweder mit einem normalen Sirup, der im Handel erhältlich ist, oder überhaupt mit selbst gemachtem Sirup.

Die Kartusche hat bei uns knapp 3 Monate gehalten. Ein Austausch kommt auf rund 11 Euro. Wir verwenden den Sprudler täglich mehrfach und ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Gerät. Wir haben sehr gutes Trinkwasser und ich verwende selbst gemachten Holundersirup. Die Sodastream Sirupe sprechen mich jedoch nicht an. Zu teuer und zu viel Zucker bzw. Aspartam etc. Insgesamt stimmt für mich das Werbeversprechen, sich Geld zu sparen, nicht – die Anschaffungskosten für den Sprudler sind grundsätzlich sehr hoch, die Kartusche kostet ja dann auch wieder. Aber unser Plastik-Müll ist deutlich geringer, da wir zuvor immer Plastik-Flaschen verwendet haben. Und natürlich braucht man nicht mehr schwer schleppen und keine Vorräte horten, die dann auch wieder Platz einnehmen.

Terra Gemüsechips Original und Blue

Bei Kjero gab es kürzlich wieder einen Produkttest. Diesmal konnten Terra Gemüsechips getestet werden.

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Die Chips sind erst seit Ende Juni in Österreich erhältlich (nur bei Spar Gourmet und Interspar), und zwar in den Sorten Blues und Original. Beworben werden die Chips damit, dass sie weniger Salz und weniger Fett enthalten. Das freut natürlich jeden, der gerne knabbert und trotzdem Wert auf gesunde Ernährung legt. Aber wie schaut es in der Praxis aus?

Zunächst einmal schockt der stolze Preis von 2,99 Euro für eine Packung. Diese schaut auf den ersten Blick annähernd gleich groß aus wie eine normale 200-Gramm-Chipspackung. Doch das Kleingedruckte zeigt: läppische 110 Gramm Inhalt. Wenn man den Sack aufreißt, bestätigt das den Eindruck, dass es sich hier um eine Mogelpackung handelt. Es entweicht viel Luft, übrig bleibt noch ein halbes Säckchen Chips.

Geschmacklich finde ich die Chips in Ordnung, Blues schmeckt ähnlich wie normale Chips, Original besteht aus verschiedenen eher exotischen Gemüsesorten wie Pastinake, Taco etc. Optisch sind die Chips sicherlich schön, aber man braucht gute Zähne. Sie sind insgesamt recht hart.

Wirklich spannend wird’s aber, wenn man die Chips mit „normalen“ Kartoffelchips (Riffle Chips) macht. Die an sich gesund anmutenden Gemüsechips verglichen mit normalen Kartoffelchips schneiden dann gar nicht mehr so gesund ab: Der Blick auf die Nährwerttabelle, jeweils auf 100 Gramm gerechnet, zeigt: 512 Kalorien (Terra) zu 545 Kalorien (normale Chips). Fett 31 Gramm versus 34,5 Gramm! Auch in puncto Kohlehydrate liegen beide Chips praktisch gleichauf (51 Gramm Terra, 52 Gramm normale Chips). Eiweiß enthalten die normalen Chips sogar mehr (4,5 Gramm, Terra „nur“ 3,6 Gramm). Und meine normalen Chips haben gerade mal 1,7 Gramm Salz – und die Terra 1 Gramm. Dass der Anteil an gesättigten Fetten bei Terra deutlich geringer ist (womit ja auch geworben wird), kann ich nicht nachvollziehen. 2 Gramm bei Terra – 2,7 Gramm bei normalen Chips. Während normale Chips aus Sonnenblumenöl hergestellt werden, kommen bei Terra auch Distel- und Rapsöl zum Einsatz. Von diesem Pluspunkt abgesehen sieht die Nährwert-Bilanz aber nicht so unterschiedlich aus wie erwartet.

Fazit: Die Chips sind zum Dekorieren ein Hingucker. Wer gerne gesund knabbert, ist allerdings besser beraten, Kartoffelchips selber herzustellen (in dünne Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl beträufeln und im Backrohr backen). Ich finde die Terra Chips nicht wesentlich gesünder als normale Chips und dafür jedenfalls entschieden zu teuer.

 

 

Testbericht Light Live alkoholfrei

Vor einiger Zeit habe ich im Rahmen eines Produkttests von WOMAN 4 Sorten Light Live alkoholfrei erhalten: Hugo, Sprizz, White, Rosé.

Der Hersteller wirbt mit „vollem Geschmack ohne Alkohol“ und deutlich weniger Kalorien als die alkoholhaltigen Varianten. Eine Flasche kostet im Handel etwa 2 bis 5 Euro.

Testergebnis: Den Hugo fand ich am besten – allerdings schmeckt man sehr wohl einen deutlichen Unterschied zu den „Originalen“. Der Hugo kommt relativ süß daher, beim Sprizz habe ich mir (auch aufgrund der roten Farbe) einen Aperol Sprizz erwartet. Erinnert hat mich das Getränk aber eher an ein Campari Soda, der volle Geschmack der alkoholischen Variante fehlte einfach. White und Rosé kommen geschmacklich ebenfalls nicht an die Alkoholweine heran.

Fazit: Das Design der Flaschen ist sehr ansprechend, auch ploppt der Korken beim Öffnen richtig schön. Wenn jemand keinen Alkohol trinken möchte oder darf (z. B. während der Schwangerschaft), aber auf ein Mix-Getränk nicht verzichten möchte, dann sind die Getränke sicherlich eine Alternative. Die Kalorienreduktion wäre für mich kein Grund, auf das Original zu verzichten.

Lightlive