Biotherm Skin Oxygen

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Im Rahmen eines Produkttests bekam ich unlängst dankenswerterweise von Douglas ein liebevoll verpacktes Paket mit zwei Originalprodukten der nagelneuen Biotherm „Skin Oxygen“ Serie: einem stärkenden Gesichtsgel und einer Reinigungslotion. Nach 3 Wochen täglicher Anwendung könnt ihr hier mein Testergebnis nachlesen.

Biotherm Skin Oxygen Reinigungslotion 

Herstellerversprechen: Die Reinigungslotion „klärt, perfektioniert das Hautbild und verfeinert die Poren“. Sie ist für alle Hauttypen geeignet. Die Lotion soll, angereichert mit dem Extrakt der Chlorella Alge, eine Detox-Wirkung haben und die Haut „vor Angriffen des urbanen Umfelds“ schützen. Sie enthält 99 % Stoffe natürlichen Ursprungs.

Verpackung, Inhalt, Preis: Die Lotion kommt in einem grünen Pumpspender mit 200 ml daher. Bei Douglas Österreich kostet sie 29,50 Euro.

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Inhaltsstoffe: Die INCI-Liste auf der Verpackung ist sehr klein aufgedruckt, man braucht fast eine Lupe dazu. Ich habe die Inhaltsstoffe bei Codecheck.info eingegeben. Ihr könnt sie hier nachlesen. Grundsätzlich sind die Inhaltsstoffe durchaus empfehlenswert, laut Codecheck unbedenklich.

Geruch, Konsistenz: Die Lotion ist klar und durchsichtig und riecht sehr frisch und nach Kräutern (deckt sich auch mit der Liste der Inhaltsstoffe). Gefällt mir insgesamt sehr gut. Nach dem Öffnen ist das Produkt 12 Monate haltbar.

Anwendung, Wirkung: Ich habe die Lotion täglich zwei Mal direkt nach der Reinigung mit einem Waschgel (aktuell: Hydra Vegetal von Yves Rocher) mit einem Wattepad aufgetragen. Ein Pumpstoß reicht für das gesamte Gesicht – die Lotion ist also wirklich sehr ergiebig. Die Haut fühlt sich danach sofort sehr erfrischt und rein an. Obwohl Alkohol enthalten ist trocknet die Lotion meine Mischhaut nicht aus, was ich sehr gut finde. Da ich grundsätzlich eine reine Haut habe, kann ich nicht beurteilen, ob sie bei Menschen mit unreiner Haut deutliche Effekte erzielt – meine sensible Mischhaut hat die Lotion jedenfalls sehr gut vertragen. Kein Brennen, keine Rötungen. Nach 3 Wochen konnte ich allerdings keine nennenswert porenverfeinernde Wirkung feststellen. Zur Wirkung der Chlorella Alge: Dass die Pflanze entgiftende Eigenschaften hat, ist wissenschaftlich erwiesen. Allerdings steht sie auf der Liste der Inhaltsstoffe in der Reinigungslotion ganz weit unten, genauer gesagt: an vorletzter Stelle. Insofern dürfte der Wirkstoff eher in homöopathischen Dosen vorhanden sein. Damit zu werben, halte ich doch für etwas überzogen – zum Beispiel ist in dem Produkt deutlich mehr Pfefferminze enthalten (steht an zweiter Stelle).

Fazit: Die Lotion gefällt mir sehr gut, vor allem der Duft und das frische Gefühl auf der Haut mag ich. Über die Hersteller-Werbung mit einem kaum vorhandenen Wirkstoff muss man wohl hinwegsehen. Ich kann mir durchaus vorstellen, sie nachzukaufen. Sie ist auch aufgrund der Inhaltsstoffe durchaus eine Alternative zu meinem bisherigen Naturkosmetik-Produkt von Lavera, wenngleich preislich deutlich höher anzusiedeln.

Biotherm Skin Oxygen stärkendes Gesichtsserum

Herstellerversprechen: „Das antioxidative Serum mildert Hautschäden durch Umwelteinflüsse – für eine geglättete, ebenmäßigere, strahlende und natürliche Haut. Für alle Hauttypen.“ Auch in diesem Serum wird mit dem Wirkstoff der Chlorella Alge geworben.

Verpackung, Inhalt, Preis: Das Serum ist in einer grünen Glasflasche mit Pumpspender abgefüllt und in einem grünen Umkarton verpackt. Es gibt zwei Größen: Den 30 ml Flakon gibt es bei Douglas Österreich um 54,95 Euro, 50 ml kosten 71 Euro.

Inhaltsstoffe: Auch hier ist die INCI-Liste sehr klein aufgedruckt. Auch für dieses Produkt habe ich bei Codecheck die Inhaltsstoffe eingegeben, die ihr hier nachlesen könnt. Laut Codecheck sind die Inhaltsstoffe großteils okay.

Geruch, Konsistenz: Das Serum hat eine ganz leicht trübe Farbe und eine typische „Serum-Konsistenz“ (nicht so dick wie eine Creme, etwas wässriger). Es riecht so wie die Lotion nach Kräutern, allerdings nicht so stark. Nach dem Öffnen kann man das Serum 12 Monate verwenden.

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Anwendung, Wirkung: Das Serum ist so wie die Lotion sehr ergiebig – ein Pumpstoß reicht für das ganze Gesicht. Es zieht sehr gut ein, hinterlässt aber einen leicht klebrigen Film auf der Haut. Nur Lotion und Serum sind meiner Mischhaut selbst im Sommer zu wenig – ich brauche drüber noch eine Creme. Während der drei Wochen habe ich meine normale Gesichtspflege (DDML von Clinique) drüber angewendet, das war gerade richtig. Normalerweise verwende ich unter der DDML ein straffendes Gesichtsgel von Börlind. Im Vergleich dazu kommt mir das Biotherm Serum reichhaltiger vor, allerdings auch deutlich klebriger. Meine Haut fühlt sich danach klar und frisch an, auch glatt. Die Verträglichkeit finde ich gut, allerdings gefällt mir auch hier wieder die Werbung mit einem Wirkstoff, der in einer relativ langen INCI-Liste relativ weit unten rangiert, weniger gut. Inwiefern „Hautschäden“ durch Umwelteinflüsse durch das Serum repariert werden können, kann ich nicht wirklich beurteilen. Dazu müsste Biotherm etwas genauer erläutern, was „Hautschäden“ durch Umwelteinflüsse sind … Auf der Verpackung ist zu lesen, dass das Produkt paraben-frei ist. Auch dieser Hinweis ist eigentlich überflüssig, da Parabene in der EU schon lange verboten sind (das Produkt wird ja in Frankreich hergestellt).

Fazit: Das Serum finde ich okay, haut mich aber insgesamt nicht wirklich vom Hocker. Das frische Gefühl in Kombination mit der Lotion gefällt mir, allerdings glättet das Serum auch nicht mehr als mein bisher verwendetes Produkt. Angesichts des stolzen Preises werde ich es eher nicht nachkaufen.

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Hipp Babysanft Sonnenroller und Sonnen-Gesichtscreme

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Das Hipp-Elternservice hat vor einiger Zeit zum Testen aufgerufen und ich hatte Glück – ein Paket mit einem Hipp Babysanft Sonnenroller sowie einer Sonnen-Gesichtscreme landete im Postkasten. Dank des heißen Sommerwetters gab es ausreichend Gelegenheiten, die beiden Cremen zu testen. Vorweg: Bislang habe ich die Bübchen Sonnenlotion Sensitiv LSF 50+ verwendet. Sie ist in Österreich nicht erhältlich, weshalb ich sie mir bei DM Deutschland gekauft habe (100 ml für 6,95 Euro). Mit dieser Creme bin ich grundsätzlich sehr zufrieden. Sind die Hipp-Produkte, die auch in Österreich erhältlich sind, eine Alternative dazu?

Herstellerversprechen: Die Hipp Sonnenprodukte sind ultra sensitiv mit LSF 50+ und kommen ohne Parfum und ohne Nanopartikel aus. Der Sonnenroller ist laut Hersteller für die Kleinen einfach in der Handhabung – „für ein Eincremen ganz ohne Kleckern, das richtig Spaß macht“. Die Gesichtscreme läuft beim Eincremen durch die besondere Textur nicht in die Augen.

Preis, Inhalt: Der Sonnenroller erinnert an einen Deo-Roller. 50 ml bekommt man in Österreich für ca. 6,45 Euro (in Deutschland deutlich günstiger). Die Gesichtscreme ist in einer flachen Tube verpackt. 30 ml kosten hier etwa 4,95 Euro.

Inhaltsstoffe: Die INCI-Liste kann bei http://www.codecheck.info eingesehen werden. Hipp enthält demnach Palmöl und Mikroplastik, Bübchen zusätzlich noch Nanopartikel.

Konsistenz, Duft, Farbe: Beide Produkte haben eine für Kinder-Sonnenprodukte relative dünne, leichte Konsistenz. Die Farbe würde ich als leicht gelblich bezeichnen. Da kein Parfum in den Cremen enthalten ist, riechen sie auch relativ neutral.

Anwendung: Der Sonnenroller sieht aus wie ein Deo-Stick. Mit ihm kann die Sonnencreme auf die Haut „gerollt“ werden. Allerdings erspart man sich das Verteilen mit den Händen nicht. Insofern ist der Roller eigentlich mehr Gag als Erleichterung in der Handhabung. Sehr positiv empfinde ich die leichte Konsistenz beider Produkte – kein zäher Kleister, wie man es sonst von manchen Sonnencremen mit so hohem Lichtschutzfaktor kennt! Alles lässt sich wunderbar verteilen und hinterlässt weder einen weißen Film noch einen fettigen. Auch rinnt die Creme tatsächlich nicht in die Augen.

Fazit: Beide Produkte sind relativ ähnlich wie die Bübchen-Creme, die ich sonst verwende. Empfehlen kann ich sowohl die Creme von Bübchen, als auch die beiden von Hipp. Hipp kommt ohne Nanopartikel aus, in der Bübchen Creme sind sie leider drin. Bei Hipp gefällt mir die Konsistenz etwas besser (einen Tick dünner als bei Bübchen). Ob der angegebene Lichtschutzfaktor wirklich so hoch ist wie angegeben (stimmt ja bei vielen Sonnencremen nicht), kann ich nicht sagen – jedenfalls haben sich unsere Kinder bislang noch keinen Sonnenbrand geholt, auch bei mehreren Stunde im Freien. Allerdings sind die beiden Sonnen-Produkte von Hipp deutlich teurer als das Bübchen-Produkt – noch dazu braucht man sowohl eine Creme für das Gesicht, als auch für den Körper (wobei ich grundsätzlich ein Kombi-Produkt bevorzuge). Der Roller ist Geschmacksache und ist für mich weder ein Kauf- noch ein Nichtkauf-Argument.