Naturkosmetik ade!

img_2098

Naturkosmetik – nichts (mehr für mich)!

Seit etwa 2 oder vielleicht auch 3 Jahren habe ich versucht, relativ konsequent Naturkosmetik zu verwenden. Naturkosmetik hat in den letzten Jahren einen regelrechten Höhenflug erfahren – also dachte ich auch, mir damit etwas Gutes zu tun. Neben zahlreichen faulen Kompromissen, die man gerade bei der dekorativen Kosmetik eingehen muss (nach meinen Erfahrungen v. a. unpassende Make-up-Farben, schlechte Haltbarkeit, krümelnde Lidschatten, wenig effektvolle Mascaras, effektlose Haarstyling-Produkte etc.), musste ich im Laufe der Zeit feststellen, dass ich zahlreiche Produkte offensichtlich nicht vertrage.

Schönere Haare? Keine Kopfhauptprobleme mehr? Mitnichten!

Naturkosmetik-Haarshampoos habe ich etwa 5 Jahre lang verwendet, als irgendwann die Kopfhaut zu jucken begann. Von günstig (Alverde) bis teuer (Less is more) habe ich einiges probiert – aber weder hat mich das Kopfhautjucken verlassen, noch hätte ich weniger fliegende Haare. Ganz im Gegenteil. Ohne Haarspray sind die fliegenden Haare am Ansatz nicht zu bändigen. Allerdings kann ich mit den Naturkosmetik-Shampoos im Gegensatz zur Kosmetik noch eher anfreunden. Aubrey Organics und Benecos steigen noch am besten aus.

Schönere Haut? Mitnichten! 

Mittlerweile ist der Sektor ja riesengroß und man findet für jedes Hautproblem die scheinbar passende Lösung aus der Natur. Also habe ich für meine fettige Haut die passenden Produkte probiert. Ich höre noch gut die Dr.-Hauschka-Kosmetikerin, die meinte, man müsse Geduld haben, das Hautbild könne sich kurzfristig verschlechtern. Was heißt hier kurzfristig? Monatelang getestet und rote Flecken, Pickel und weiterhin fettige Haut? Das kann es doch wohl nicht sein! Durchgetestet habe ich übrigens – aufgrund von Empfehlung von Blogs, Ökotest usw. – nun wirklich lange und konsequent genug, von den Einsteigern Lavera und Alverde über Dr. Hauschka, Primavera, Santaverde, Zuii Organics, Börlind bis hin zu Less is more – was geblieben ist: viel Frust, viel weggeworfenes Geld und ein arg verschlimmertes Hautbild. Das musste erst jeden Tag mit viel Make up zugekleistert werden, was das Hautbild wieder verschlechterte.

Die Erleuchtung…

… kam mir nach einem trostlosen Besuch bei der Kosmetikerin und einem Urlaub, in dem ich eine Hotel-Bodylotion verwendete und nach zwei, drei Tagen die zahlreichen Pickel an Armen und Beinen verschwunden waren. Schlagartig war mir klar: Die zahlreichen Öle und Fette in den Naturkosmetik-Produkten vertragen sich einfach nicht mit fettiger Haut. Diagnose: überpflegte Haut.

Die Erlösung…

… brachten mir die Erkenntnis, dass weniger mehr ist und die Produkte von Clinique: Dramatically Different Moisture Gel (fettfrei) und nach zwei Tagen hat sich mein Hautbild wieder sichtlich beruhigt. Abends verwende ich das vom Hautarzt verschriebene Biretix  Duo Gel und nach nicht mal einem Monat Anwendung habe ich wieder eine halbwegs normale Haut. Meine MAC-Produkte verwende ich jetzt wieder guten Gewissens und ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut!

Fazit: Wer eine trockene Haut hat und Kompromisse hinsichtlich Haltbarkeit, Farbauswahl etc. bei der dekorativen Kosmetik eingehen kann, wird mit Naturkosmetik vermutlich glücklich werden. Für mich und meine fettige Haut sind die Produkte nichts.

Was trotzdem bleiben darf:

Gute Erfahrungen, ohne Kompromisse einzugehen, habe ich mit folgenden Produkten gemacht:

  • Alverde Brauender und Brauengel
  • Lavera Peeling
  • Speick Deo Stick
  • Terra Naturi Wildrosen-Handcreme
  • Benecos Aloe Vera Shampoo

img_2099

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

Advertisements

FA Soft & Pure Deo

Bei Kjero gab es einen Pre-Deotest, bei dem man ein Deo erhielt, aber die Marke nicht wusste. Es handelte sich um ein Produkt zum Sprühen. Normalerweise verwende ich lieber Sticks, weil ich finde, dass diese sanfter zur Haut sind. Versprochen wurde, dass das unbekannte Deo besonders sanft zu empfindlicher Haut ist und ohne Aluminiumsalze und Alkohol auskommen soll. Klingt schon mal sehr gut – doch hält das Deo wirklich, was es verspricht?

img_2035-1 img_2034

Kosten: Das Deo ist in Österreich bei DM aktuell um 1,75 Euro erhältlich.

Die Startvoraussetzungen: Vorausschicken muss ich, dass ich normalerweise ein Naturkosmetik-Deo von Speick (Stick) verwende, mit dem ich im normalen Alltag recht zufrieden bin. Wenn es brenzliger oder wärmer ist, fühle ich mich mit dem Rexona Cotton Dry Stick deutlich sicherer – obwohl dieses Deo Aluminiumsalze enthält, auf die ich eigentlich verzichten möchte, wenn es geht.

Der Test: Das FA Soft & Pure hat einen eher dezenten, aber doch typischen, eher blumigen Deo-Geruch. Beim Aufsprühen nimmt es mir den Atem, sodass ich das nur bei offenem Fenster mache (auch ein Grund, der für einen Stick spricht!). Tagsüber schützt das Deo recht gut, meine Achseln fühlten sich auch trocken an. Doch am Abend dann die böse Überraschung: Die Haut unter den Achseln schälte sich kreisförmig ab. Soviel zum Thema „sanft zu empfindlicher Haut“ – und das, obwohl die letzte Rasur schon zwei Tage her war! Zudem hinterließ das Deo unschöne helle Flecken auf der Kleidung. Die weiteren Tests bestätigten den Eindruck, dass das Deo für mich eher kein Nachkauf-Produkt ist: Ein etwas stressigerer Arbeitstag endete in schweißnassen Ärmeln (das Deo hat kläglich versagt), die abgerubbelte Haut noch als Draufgabe.

Fazit nach einem halben Jahr: Ich habe das Deo nach einer kleinen „Ruhepause“ wieder benützt, bis die ganze Dose leer war. Und je länger ich es benutze, umso mehr mag ich es. Die abgeschälte Haut habe ich nicht mehr und die Deo-Wirkung finde ich für normale Tage auch okay. Ein akzeptabler Kompromiss zwischen Schutz und nicht ganz so bedenklichen Inhaltsstoffen. Ein Spray muss man grundsätzlich mögen (wie gesagt, ein Stick wäre mir am liebsten) – das Roll On, das ebenfalls erhältlich ist, kommt für mich aber auch nicht in Frage (dauert immer ewig, bis das trocken ist). Ich habe das Deo mittlerweile nachgekauft und kann es trotz der anfänglichen Irritationen weiterempfehlen.