gehypte Flops Nr 2 – Lavera Illuminating Eye Cream, Hiro Spacebalm, Hiro Bronzer Foxy Lady

Weiter geht es mit den gehypten Flops, die mich zunächst enorm neugierig gemacht, aber schließlich so gar nicht überzeugen konnten:

Lavera Illuminating Eye Cream

Da mein bisher verwendetes Lavera Wildrosen Augengel leider aus dem Sortiment genommen wurde und meine Tube sich langsam dem Ende zuneigt, habe ich mich nach einem Nachfolger umgesehen. Nachdem die Illuminating Eye Cream von Lavera mit dem Glammy 2016 ausgezeichnet wurde und ich mit den Produkten von Lavera eigentlich sehr zufrieden bin (bzw. war – ständig wird das Sortiment gewechselt und Bewährtes fliegt dann einfach raus), habe ich mir von der Augencreme eine gute Nachfolgerin für das Wildrosen Augengel erwartet.

Preis, Inhalt: Um knapp 10 Euro erhält man 15 ml, was ich für eine Augencreme sehr günstig finde.

Werbeversprechen: Mit Bio-Koffein und Hyaluron soll die Augencreme glätten und durch die perlmuttfarbene Konsistenz Augenschatten aufhellen und die Augen zum Strahlen bringen.

Inhaltsstoffe:  Auf Codecheck lässt sich unter http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/gesichtspflege/augenpflege/id_1286767917/Lavera_Illuminating_Eye_Cream.pro eine Liste der Inhaltsstoffe einsehen.

Anwendung und Ergebnis: Die Creme ist perlmuttfarben, riecht recht blumig und hat eine angenehme Textur. Sie zieht recht gut ein. Allerdings – und das ist aus meiner Sicht das große Manko – schimmert sie sehr stark, sodass etwaige Augenschatten noch verstärkt werden. Ich kann überhaupt keinen verschönernden Effekt feststellen, im Gegenteil, es sieht eher so aus, als hätte man schimmernden Lidschatten um das ganze Auge verteilt.

Fazit: Für mich kommt die Creme überhaupt nicht in Frage. Der starke Schimmer stört sehr, er kriecht in kleine Fältchen und sieht einfach nicht gut aus. Ohne Einklopfen wirkt der Schimmer noch stärker. Für wen die Creme eine optische Verbesserung darstellen soll, weiß ich nicht, jedenfalls empfehle ich die Creme niemandem, der Falten (und wenn es auch nur kleine sind) hat. Schade, dass Lavera ein super Produkt (nämlich die Wildrosen Augencreme) aus dem Sortiment genommen hat. Vorerst nehme ich Martina Gebhardts Rose Eye Care Fluid als Nachfolgeprodukt.

 

Hiro Space Balm

Den Hiro Space Balm habe ich von anderen Bloggern empfohlen bekommen und weil das Produkt so vielversprechend klang, habe ich mir bei amazingy.com eine Probe davon bestellt. Es handelt sich dabei um ein Multitalent – Concealer, Primer, Moisturizer in einem. Kurzum: offensichtlich eine Wunderwaffe um 24,95 Euro.

Unter http://amazingy.com/de/bio-naturkosmetik-make-up/natural-organic-concealer/space-balms-hiro-cosmetics.html lassen sich die Inhaltsstoffe einsehen. Zur Auswahl stehen 6 Farben. Bestellt habe ich ihn in der Farbe 04 Nala – die hätte auch wunderbar gepasst. Das Balm ist definitiv sehr ergiebig. Mit ein bisschen Einklopfen konnte ich es auch schön verblenden. ABER: Es glänzt bei mir enorm und kriecht in die Augen. Dort hat es dann fürchterlich gebrannt. Ich musste das Balm schon nach kurzer Zeit wieder abschminken.

Fazit: Für mich ist das Balm nicht geeignet, da es einerseits viel zu stark glänzt und ich es andrerseits nicht vertrage.

 

Hiro Bronzer Foxy Lady

Noch ein Produkt hat mich, inspiriert von anderen Blogs, angelacht: Der Mineralbronzer von Hiro in der Farbe „Foxy Lady“. Auch das gab es als Pröbchen bei amazingy.com.

In aller Kürze: Die Farbe wäre ein sehr schönes Braun-Orange, das auch hervorragend gepasst hätte. ABER: Ich habe den Bronzer sehr sparsam mit einer Stippling Brush aufgetragen und danach geglitzert wie eine Diskokugel. Der Bronzer setzte sich unschön in den Poren auf der Wange ab (trotz Foundation und Puder) und sag einfach nicht natürlich aus. Deshalb kann ich mit diesem Bronzer leider auch gar nichts anfangen…

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Chanel Dimensions Mascara black

Eine Mini-Größe der neuen Chanel Dimensions Mascara in black hat mich unlängst erreicht. Laut Werbeversprechen soll die Mascara „durch eine mit Wachs angereicherte Formel“ und ihre „flüssig-elastische Textur“ die Wimpern optisch verlängern. „Zudem erhalten die Wimpern augenblicklich einen atemberaubenden Schwung und wirken besonders feminin.“ – So stand es zumindest in dem Anschreiben, das ich gemeinsam mit der Mascara erhalten habe. Klingt soweit sehr gut und genau richtig für meine relativ schwunglosen, kurzen Wimpern. Doch kann die Mascara das halten, was sie verspricht?

Eine Liste der Inhaltsstoffe war leider nicht aufzutreiben und bei Codecheck.com ist die Mascara aktuell noch nicht gelistet.

Farben: Die Mascara ist in den Farben Schwarz, Blau und Braun erhältlich (jeweils nicht wasserfest).

Preis: 35,95 Euro für 6 Gramm

Anwendung: Die Mini-Ausgabe der Mascara besteht aus einer Art harter Tube, in der gerade mal das Bürstchen Platz hat. Es ist für meinen Geschmack sehr groß und dick. Das merkt man beim Auftragen – bei kurzen, geraden Wimpern muss man wirklich aufpassen, dass man die Mascara sauber aufträgt.

Die Farbe hält gut, auch finde ich, dass die Wimpern nicht verkleben. Nach zwei bis drei Schichten erziele ich ein recht passables Ergebnis. Abschminken lässt sich die Mascara auch recht gut. Die Haltbarkeit finde ich okay, sie verschmiert im Laufe des Tages nicht. Meine sensiblen Augen vertragen sie auch gut. ABER ich erziele ein genauso zufriedenstellendes Ergebnis mit meinem persönlichen Favoriten Essence All eyes on me: Diese Marscara hat ein angenehm gerades, schmales Bürstchen, lässt sich sehr gut auftragen und verleiht meinen kurzen, geraden Wimpern einen schönen Schwung – und das für gerade mal 1,95 Euro.

Fazit: Wer mit dem Bürstchen klarkommt und vor dem wirklich hohen Preis nicht zurückschreckt, bekommt hier wirklich eine ordentliche Mascara. Jetzt, nachdem ich die Chanel Mascara in Schwarz über einen Monat angewendet habe, bin ich mittlerweile wirklich begeistert davon. Sie trocknet sehr schnell und verhilft meinen kurzen, geraden Wimpern zu einem sensationellen Schwung – ohne mehrfaches Nachtuschen, ohne Verklumpen! Das Ganze hält auch lockern einen ganzen Tag lang (inklusive Sport). Abschminken ist auch ganz easy und vertragen tu ich sie mit meiner empfindlichen Haut auch ganz gut. Und an das (für mich) relativ große Bürstchen habe ich mich mittlerweile auch schon gewöhnt. In Braun finde ich die Mascara übrigens nicht empfehlenswert. Das Ergebnis ist nur mäßig, einfach deutlich weniger dicht und weniger Schwung.

Lirene Ölige Haut mit Unreinheiten

Von der polnischen Firma Dr. Irena Eris Cosmetics Laboratoires konnte die neue Gesichtspflege-Serie „Lirene – Gesunde Haut+“ getestet werden. Bekommen habe ich eine normalisierende, mattierende Creme für ölige Haut mit Unreinheiten und einen dazu passenden porenverfeinernden Gesichts-Toner.

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Ich sage es gleich vorweg: Wirklich getestet habe ich beide Produkte nicht. Der Blick auf die Inhaltsstoffe hat mir die Lust deutlich genommen. 

Zunächst einmal zum Herstellerversprechen: Die Creme soll mattieren, Hautunreinheiten verringern und den Hautton verbessern (was auch immer Letzteres heißt). Dafür sorgen Algen, Allantoin und Mikro-Schwämme (wiederum: was auch immer Letzteres heißt). Der Toner soll dank „aktivem Zink, Mandelsäure und Allantoin“ erfrischen (no na!), effektiv reinigen und mattieren. Geprüft wurde die Wirksamkeit vom Lirere-Forschungslabor, in einer „Selbsteinschätzung in einer Gruppe von 20 Personen nach Verwendung“, beim Toner sind es sogar stolze 30 Personen…

Verpackung: Die Creme kommt in einer recht großen Kartonverpackung daher. Öffnet man die Schachtel, sieht man darin eine deutlich kleinere Plastikdose. Für mich ein Fall von Mogelpackung. Die Cremedose ist aus dünnem Plastik und sieht für mich eher billig aus.

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Konsistenz und Geruch: Der Toner ist durchsichtig, die Creme türkis, von der Textur her wie ein Gel. Der Toner erinnert mich eher an Reinigungsmittel, die Creme riecht 08/15, aber irgendwie aufdringlich. Nicht mein Fall.

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Preis: Die Creme (50 ml) ist um 4,99 Euro bei Bipa Österreich zu haben, der Toner (200 ml) um 3,49 Euro.

Inhaltsstoffe: Codecheck liefert hier ein recht ernüchterndes Ergebnis. Unter http://www.codecheck.info/kosmetik/gesichtspflege/gesichtscremen/ean_5900717371958/id_1218943817/Lirene_Dermoprogram_Oelige_Haut_mit_Unreinheiten.pro und http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/gesichtspflege/gesichtsreinigung/ean_19007175/id_1269089967/Lirene_Porenverfeinernder_Gesichts_Toner.pro kann man eine Liste der Inhaltsstoffe einsehen. Die Creme enthält zahlreiche nicht empfehlenswerte und/oder hormonell wirksame Stoffe – in erster Linie billige Erdöl-Stoffe, Parabene und viel Chemie. Der Toner ist etwas besser, aber auch nicht das Gelbe vom Ei.

Fazit: Aufgrund der erschreckenden Inhaltsstoffe habe ich die Creme nur ein Mal aufgetragen und kann sagen, dass sie gut einzieht. Wie diese Inhaltsstoffe mit dem Slogan „Gesunde Haut+“ zusammenpassen, leuchtet mir nicht ein. Auch die Angaben zur „geprüften Wirksamkeit“ (mit gerade mal 20 bzw. 30 Testpersonen) machen mich stutzig. Insgesamt kann ich die Produkte nicht empfehlen.

 

 

 

Terra Gemüsechips Original und Blue

Bei Kjero gab es kürzlich wieder einen Produkttest. Diesmal konnten Terra Gemüsechips getestet werden.

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Die Chips sind erst seit Ende Juni in Österreich erhältlich (nur bei Spar Gourmet und Interspar), und zwar in den Sorten Blues und Original. Beworben werden die Chips damit, dass sie weniger Salz und weniger Fett enthalten. Das freut natürlich jeden, der gerne knabbert und trotzdem Wert auf gesunde Ernährung legt. Aber wie schaut es in der Praxis aus?

Zunächst einmal schockt der stolze Preis von 2,99 Euro für eine Packung. Diese schaut auf den ersten Blick annähernd gleich groß aus wie eine normale 200-Gramm-Chipspackung. Doch das Kleingedruckte zeigt: läppische 110 Gramm Inhalt. Wenn man den Sack aufreißt, bestätigt das den Eindruck, dass es sich hier um eine Mogelpackung handelt. Es entweicht viel Luft, übrig bleibt noch ein halbes Säckchen Chips.

Geschmacklich finde ich die Chips in Ordnung, Blues schmeckt ähnlich wie normale Chips, Original besteht aus verschiedenen eher exotischen Gemüsesorten wie Pastinake, Taco etc. Optisch sind die Chips sicherlich schön, aber man braucht gute Zähne. Sie sind insgesamt recht hart.

Wirklich spannend wird’s aber, wenn man die Chips mit „normalen“ Kartoffelchips (Riffle Chips) macht. Die an sich gesund anmutenden Gemüsechips verglichen mit normalen Kartoffelchips schneiden dann gar nicht mehr so gesund ab: Der Blick auf die Nährwerttabelle, jeweils auf 100 Gramm gerechnet, zeigt: 512 Kalorien (Terra) zu 545 Kalorien (normale Chips). Fett 31 Gramm versus 34,5 Gramm! Auch in puncto Kohlehydrate liegen beide Chips praktisch gleichauf (51 Gramm Terra, 52 Gramm normale Chips). Eiweiß enthalten die normalen Chips sogar mehr (4,5 Gramm, Terra „nur“ 3,6 Gramm). Und meine normalen Chips haben gerade mal 1,7 Gramm Salz – und die Terra 1 Gramm. Dass der Anteil an gesättigten Fetten bei Terra deutlich geringer ist (womit ja auch geworben wird), kann ich nicht nachvollziehen. 2 Gramm bei Terra – 2,7 Gramm bei normalen Chips. Während normale Chips aus Sonnenblumenöl hergestellt werden, kommen bei Terra auch Distel- und Rapsöl zum Einsatz. Von diesem Pluspunkt abgesehen sieht die Nährwert-Bilanz aber nicht so unterschiedlich aus wie erwartet.

Fazit: Die Chips sind zum Dekorieren ein Hingucker. Wer gerne gesund knabbert, ist allerdings besser beraten, Kartoffelchips selber herzustellen (in dünne Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl beträufeln und im Backrohr backen). Ich finde die Terra Chips nicht wesentlich gesünder als normale Chips und dafür jedenfalls entschieden zu teuer.