Hydra Vegetal Erfrischendes Reinigungsgel (Yves Rocher) vs. Basis Sensitiv Waschgel (Lavera)

Das Basis Sensitiv Waschgel von Lavera habe ich schon seit längerer Zeit in Verwendung. Bei meinem letzten Besuch bei Yves Rocher hat mich eine türkise Tube Reinigungsgel – Serie Hydra Vegetal für normale und Mischhaut – angelacht, die ich zum Vergleich mitgenommen habe. Das Produkt ist neuerdings in einer Öko-Tube erhältlich. Dazu weiter unten mehr.

Da ich beide Produkte selber gekauft und nicht kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen habe, kann ich hier meine ganz subjektiven, ehrlichen Eindrücke zu den beiden Produkten widergeben:

img_2460

Basis Sensitiv Waschgel von Lavera

Dieses Waschgel mag ich wie gesagt sehr gerne, da ich es bei meiner empfindlichen, zu Rötungen neigenden Mischhaut, die im Winter ganz schön trocken werden kann, sehr gut vertrage. Die Reinigungswirkung finde ich auch tiptop.

Preis: Für 4,95 Euro bekommt man 125 ml, die bei mir bei täglich zweimaliger Anwendung etwa 6 Monate reichen.

Optik: Optisch finde ich die Tube (weiß mit türkis) nicht umwerfend, aber auf den Inhalt kommt es an.

Inhaltsstoffe: Die Inhaltsstoffe können bei Codecheck eingesehen werden. Sie sind durchwegs unbedenklich. Das Gel kommt ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe aus. Stimmt für mich allerdings nicht ganz, Parfum ist sehr wohl drin enthalten. Bio-Melisse und Bio-Malve beleben und erfrischen und sollen für ein klares Hautbild sorgen. Der Alkohol-Anteil drin trocknet zwar ein bisschen aus, wenn man sich danach nicht eincremt, aber insgesamt finde ich dieses Waschgel sehr gut verträglich. Es ist auch Natrue-zertifiziert.

Konsistenz, Geruch, Anwendung: Es hat eine durchsichtige, etwas festere, gel-artige Konsistenz und lässt sich sehr gut aus der Tube dosieren (im Gegensatz zu dem von Yves Rocher!). Man braucht eigentlich recht wenig von dem Produkt. Bei mir schäumt es eigentlich recht gut. Den Geruch kann ich schwer beschreiben, irgendwie nach Kräutern, aber nicht aufdringlich, sehr dezent.

Hydra Vegetal Erfrischendes Reinigungsgel (Yves Rocher)

Und trotzdem wollte ich das Waschgel von Yves Rocher probieren, weil man halt doch gern mal ein bisschen abwechselt (wobei ich immer wieder merke, dass man bei bewährten Produkten bleiben sollte …). Da es von der Sensitive-Serie kein eigenes Waschgel gibt, hat man mir die Hydra Vegetal Serie (eigentlich für Mischhaut) empfohlen.

Preis: 125 ml bekommt man hier für 4,45 Euro (mal ganz ehrlich: Wer kauft bei Yves Rocher jemals etwas zum „normalen“ Preis?!).

Optik: Das Waschgel bekommt man in einer fast durchsichtigen, leicht türkisfarbenen Tube mit einer auffallend kleinen Öffnung – und die hat es auch in sich. Die Verpackung ist offenbar ein Beitrag zum Sparen von Plastik, wobei ich vorweg gleich sagen muss: DAS hätte sich Yves Rocher wirklich sparen können. Die Tube ist im Größenvergleich mit Lavera jedenfalls deutlich kleiner – bei (hoffentlich wirklich) gleichem Inhalt:

Inhaltsstoffe: Die wurden mit der neuen Plastik-Verpackung auch überarbeitet und sind jetzt deutlich unbedenklicher als vorher. Laut Codecheck sind aber immer noch ein paar Stoffe enthalten, die als „bedenklich“ eingestuft werden. Eine Zertifizierung wie bei Lavera gibt es nicht, es sind jedoch 93 % der Inhaltsstoffe pflanzlichen Ursprungs (was aber nicht zwangsläufig „bio“ heißt). Dass laut Hersteller mit „keine Parabene“ geworben wird, halte ich für einen überflüssigen Hinweis – Parabene sind in der EU schon längst verboten.

Konsistenz, Geruch, Anwendung: Das Gel ist deutlich flüssiger als das von Lavera. Es ist nicht so klar, sondern etwas trüber und riecht auch viel intensiver (nicht schlecht für meinen Geschmack). Es lässt sich ebenfalls gut verteilen, schäumt deutlich weniger und fühlt sich etwas cremiger auf der Haut an. Die Reinigungswirkung finde ich gut. Auch hier ist danach eincremen angesagt, da es sonst austrocknet. Allerdings gibt es für mich einen großen Kritikpunkt, und der heißt Öko-Verpackung: Die Tube lässt sich schwer öffnen. Da der Verschluss deutlich schmaler und kleiner ist, passiert es immer, dass man irgendwo auch die Tube quetscht (irgendwo muss ich die Tube ja auch festhalten). Dadurch wird eine Dosierung praktisch unmöglich und man quetscht sich, gerade wenn die Tube noch recht voll ist, viel zu viel von dem Produkt heraus. Auch beim Verschließen drückt man wieder zwangsläufig auf die Tube. Durch diese unnötige Verschwendung habe ich einen so großen Verbrauch von dem Gel, dass es wohl maximal zwei Monate reichen wird (siehe Lavera: 6 Monate!!).

Fazit: Bei Waschgele finde ich brauchbar. Dass Yves Rocher die INCI-Liste nicht auf der Homepage auflistet und das Kundenservice auf derartige Anfragen nicht besonders flink reagiert, finde ich schade. Hinsichtlich Inhaltsstoffe, Dosierung, Verpackung (ja, die Eco Tube nervt!), Geruch und Preis-Leistungs-Verhältnis ist für mich das Lavera-Waschgel allerdings ganz klarer Sieger.

 

Denttabs – liebe deine Zähne??

Immer wieder mal habe ich von Zahnputztabletten gehört und gelesen, die angeblich die reinste Wunderwaffe gegen empfindliche Zahnhälse, Karies etc. sein sollen. Nachdem ich für gewöhnlich sehr empfindliche Zähne samt sich langsam frei schälenden Zahnhälsen habe, habe ich mir die Denttabs Stevia-Mint mit Fluorid bei http://www.ecco-verde.at bestellt. Doch meine großen Erwartungen an das angebliche Superprodukt wurden leider nicht erfüllt.

Inhaltsstoffe: Microcrystalline Cellulose, Sodium Bicarbonate, Silica, Sodium Lauroyl Glutamate, Magnesium Stearate, Aroma, Menthol, Xanthan Gum, Stevioside, Citric Acid, Sodium Fluoride, Eugenol.

Das Produkt ist nach BDIH Standard zertifiziert.

Preis: 125 Tabletten kosten bei ecco-verde 5,99 Euro. Die Tabletten sind nach dem Öffnen 12 Monate haltbar.

Herstellerversprechen: „Perfekt für empfindliche Zähne und Zahnhälse. Denttabs haben eine deutlich bessere und intensivere Fluoridwirkung, die Zähne und auch empfindlichen Zahnhälse härten, remineralisieren und sogar reparieren kann.“ Weiters behauptet der Hersteller: „Natürlich glänzende, schöne und ultraglatte Zähne. Durch den hohen Anteil an Zellulose putzen und polieren Denttabs Deine Zähne nach einem Prinzip aus der Natur. Karies-Bakterien und Beläge finden praktisch keine Angriffsfläche mehr.“

Soweit, so gut – oder besser: so schlecht. Die Tabletten haben ungefähr die Größe und das Aussehen von Schüßler Salzen. Wenn man die Dose öffnet, stößt einem ein beißender Minze-Geruch entgegen, was ich schon mal wenig erfreulich finde. Zur Anwendung: Die Tablette wird zerkaut, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Daran bin ich kläglich gescheitert, da die Tabletten wirklich bockhart sind und es lange dauert, bis man sie halbwegs zerkleinert hat. Es entsteht lediglich ein bröseliger Brei, auch wenn man minutenlang kaut – von einer cremigen Konsistenz weit entfernt! Als angenehm würde ich das jedenfalls nicht bezeichnen. Der Hersteller empfiehlt zum Putzen eine eigene, ultraweiche Zahnbürste (Kostenpunkt 2,59 Euro). Ich habe eine normale supersofte Zahnbürste verwendet. Anschließend wird das Gemisch ausgespuckt und ausgespült.

Fazit: Schon nach wenigen Tagen Denttabs-Putzerei hat die Schmerzempfindlichkeit meiner Zähne deutlich zu- statt abgenommen. Temperaturunterschiede haben enorme Schmerzen ausgelöst (es reicht dazu schon ein Glas kühleres Wasser). Die Zähne fühlen sich zwar in der Tat glatter und sauberer an, aber die Abrasivität dieser Tabletten ist für meine Zähne definitiv zu hoch. Interessanterweise findet man im Netz auch keine Angaben dazu. Schon wenige Tagen Putzen mit meiner gewohnten Zahnpasta (Dontodent Sensitive) haben meine schmerzempfindlichen Zähne wieder auf ihr gewohntes Level zurückgebracht. Die Denttabs sind für mich keine Alternative und nichts, was ich guten Gewissens weiterempfehlen würde: viel zu aggressiv, mühsam (langes Zerkauen, unangenehmes Gefühl), teuer (Zum Vergleich: Mit meiner DM-Zahnpasta um nicht mal einen Euro putze ich locker zwei, drei Monate. Die Tabletten kosten für denselben Zeitraum mindestens das Sechs- bis Siebenfache.)

 

 

 

Weleda Granatapfelserie

Unlängst überraschte mich der Naturkosmetik-Hersteller Weleda mit einem liebevoll verpackten Proben-Päckchen aus der Granatapfelserie. In dem Organza-Säckchen enthalten waren: Straffendes Serum (7 ml), Straffende Tagespflege (7 ml), Regenerierendes Öl (10 ml), Regenerierende Pflegelotion (20 ml), Schönheitsdusche (20 ml). Die Granatapfel-Serie ist für anspruchsvolle Haut gedacht. Die Wirkstoffe sollen eine straffende, glättende Funktion haben und sind dementsprechend in die Rubrik „Anti-Age“ einzuordnen. Bei den Produkten handelt es sich durchgängig um zertifizierte Naturkosmetik. Eine vollständige INCI-Liste der einzelnen Produkte lässt sich unter www.weleda.at einsehen.

Hier könnt ihr nachlesen, wie mir die einzelnen Produkte gefallen haben:

Regenerierende Pflegelotion:

Die Creme kostet als Fullsize bei DM Österreich 17,95 Euro (200 ml). Sie ist von der Konsistenz her eher dünner, weiß und schön cremig. Der Geruch ist – wie alle Produkte dieser Serie – herb-fruchtig. Verteilen lässt sie sich leicht und sie zieht auch recht schnell ein. Insgesamt ist die Bodylotion relativ reichhaltig und für empfindliche und trockene bis sehr trockene Haut gut geeignet. Die Haut fühlte sich den ganzen Tag samtweich und geschmeidig an, auch habe ich sie gut vertragen. Die Pflegewirkung hat mir sehr gut gefallen, allerdings haut mich der Geruch nicht so vom Hocker (betrifft alle Produkte dieser Serie) – ich mag es lieber frisch und spritzig, so wie z. B. die Citrus-Serie von Weleda. Diese Serie erinnert mich sehr an typische Cremen für ältere Damen, zwar fruchtig, aber herb und intensiv. Wer das mag, wird mit dieser Lotion aber eine Freude haben! Müsste ich Sterne vergeben, wären es 4/5.

Straffende Tagespflege:

Die Tagespflege kostet regulär bei DM Österreich 19,95 Euro für 30 ml. Konsistenz und Geruch erinnern mich an die Bodylotion. Dieses Produkt hat mich aus der ganzen Serie am wenigsten überzeugt, weil es – vom Geruch abgesehen – für meine Mischhaut einfach viel zu reichhaltig ist. Die Creme lässt sich zwar gut verteilen, hinterlässt auf meiner Haut aber einen leicht klebrigen Film, über den ich auch kein Make up mehr haltbar auftragen kann, ohne dass es ganz hässlich creast. Wer aber ohne Make up auskommt, für den ist diese Creme sicherlich ein sehr gut pflegendes Anti-Age-Produkt. Hier würde ich 2 von 5 Sternen vergeben.

Regenerations-Öl:

100 ml kosten hier 17,95 Euro. Das Öl soll die Zellerneuerung anregen und die Haut elastischer und fester machen. Enthalten sind in dem Öl auch Sandelholz und Davana. Der Geruch des Öls ist sehr herb (auch wieder nicht so meins). Ich habe es als Körper-Öl verwendet, da es enorm reichhaltig ist. Ich würde es wirklich nur bei sehr reifer Haut im Gesicht anwenden. Als Körperöl hat mir die Pflegewirkung aber sehr gut gefallen. Man muss zwar etwas warten, bis es eingezogen ist, aber die Haut wird samtweich. 4 von 5 Sternen, auch wieder wegen des gewöhnungsbedürftigen Geruchs.

Straffendes Serum:

Mit 24,90 Euro für 30 ml bekommt man ein schönes Serum, das ergiebig ist und sich gut verteilen lässt. Es ist von der Farbe her leicht milchig und riecht nicht ganz so herb wie die restlichen Produkte. Ich habe es für Hals und Dekolletee verwendet, wo es vor allem durch eine lang anhaltende Pflegewirkung gesorgt hat (auch abends fühlte sich alles noch gepflegt und nicht ausgetrocknet wie bei manch anderen Produkten an). Der Duft gefällt mir besser als bei den anderen Produkten, auch fruchtig, aber nicht ganz so herb. Das Serum klebt nicht (wie so manch andere) und hat mir insgesamt am besten gefallen. Hier würde ich 5 von 5 Sternen vergeben.

Schönheitsdusche:

Die große Tube mit 200 ml kommt auf 7,95 Euro im österreichischen DM. Man bekommt dafür ein schön cremiges Duschgel, das wieder etwas herber riecht, aber die Haut schön pflegt und nicht austrocknet. Der Geruch ist nicht so lang anhaltend herb wie bei den anderen Produkten. Ich persönlich komme in der Früh trotzdem eher mit einem frisch-spritzigen Zitrus-Duft in die Gänge, aber das ist Geschmacksache – deshalb 4 von 5 Sternen.

Fazit: Weleda bietet eine sehr gute Qualität, liegt preislich für Drogeriemärkte im oberen Preissegment. Die Granatapfel-Serie kann ich für reife Haut empfehlen. Für Mischhaut oder normale Haut dürfte sie aber zu reichhaltig sein. Mir gefällt, dass Weleda auf der Homepage die Inhaltsstoffe offen legt (da könnten sich konventionelle Anbieter bzw. „Pseudo-Naturkosmetik“-Anbieter wie Yves Rocher durchaus was abschauen!) und insgesamt durch einen zuvorkommenden, kompetenten Kundenservice punktet. Und weil bei mir nicht nur das Produkt als solches zählt, sondern ein kompetentes, seriöses Kundenservice sowie eine Transparenz der Inhaltsstoffe meine Kaufentscheidung mindestens genauso beeinflussen, kann ich mir durchaus vorstellen, in Zukunft noch mehr Produkte von Weleda zu kaufen (nur dann eben aus einer Serie, die besser zu meinen Hautbedürfnissen passt).

 

 

 

Hinter den Vorhang: Zalando und die Retourenquote

Bestellen nur noch gegen Vorauskasse?

Als langjährige Stammkundin bei Zalando irritiert es, wenn man plötzlich aus einer (potenziellen) Vielzahl an Bezahlmöglichkeiten nur noch gegen Vorauskasse bestellen kann. Wegen der Preise habe ich eigentlich nicht bei Zalando eingekauft, die sind bei Zalando nicht günstiger als anderswo, und Rabattgutscheine sind dort auch Mangelware. Für Zalando sprachen – abgesehen von der großen Auswahl an Marken – (bislang) die kostenlose Lieferung und die Möglichkeit, auf Rechnung zu bezahlen.

Und plötzlich steht nur noch „Vorauskasse“ zur Disposition, obwohl immer alle Rechnungen pünktlichst beglichen wurden. Nicht einmal die Kreditkarte kann mehr gewählt werden. Die Nachfrage bei Zalando ergab nur schwammige Formulierungen: Man habe keinen Zugriff auf die Bezahlmöglichkeiten. Diese würden nach einem komplexen System berechnet und können händisch nicht verändert werden. Aber schon beim nächsten Einkauf könne es sein, dass wieder die Rechnung zur Auswahl stehe…

Kurzum, nach etwas Recherche im Netz entsteht folgender Eindruck: Zalando möchte keine Kunden, die häufiger mal etwas zurückschicken. Warum sonst konnte ich jahrelang auf Rechnung bestellen und jetzt plötzlich obliegt es der Willkür eines komplexen Computersystems, wann man welche Zahlart angeboten bekommt?

Dabei müsste einem Versandhändler eigentlich einleuchten, dass ein Kunde daheim die Ware begutachten möchte (was er im Geschäft ja auch macht): Wie fühlt sich das Material an, passt der Schnitt, wie lässt sich die Farbe kombinieren, wie sieht es mit der Qualität aus? All das lässt sich (für mich zumindest) anhand weniger Fotos und oft sehr knapper Beschreibungen beim Online Shopping nicht ausreichend nachvollziehen. Noch dazu leben wir in einer Zeit der Obsoleszenz, wo T-Shirts schon nach wenigen Wäschen immer an denselben Stellen Löcher bekommen (selbst wenn man gar keinen Gürtel trägt!!), wo das Material an sich immer dünner wird, wo Nähte billigst vernäht werden und dementsprechend schlampig aussehen. Und das nicht nur bei Billig-Anbietern, sondern auch bei teurer Markenware. Da möchte ich jedenfalls vorab prüfen, ob mir die Qualität das Geld wert ist, das ich ja auch gerne bezahle – wenn eben alles passt.

Jetzt mag man einwerfen, dass die Bezahlung auf Rechnung ein besonders Service des Händlers ist. Stimmt, aber zumindest die Bezahlung mit Kreditkarte ist heutzutage bei Online Shopping Standard und überall möglich.

Die Quintessenz: Ich habe mein Zalando Kundenkonto gelöscht. Es gibt genug andere Anbieter, die dieselbe (oft sogar bessere) Auswahl und deutlich günstigere Preise bzw. mehr Rabattaktionen haben.

Die Lösung bei verklumpter Mascara

Meine mittlerweile heiß geliebte Chanel Dimensions Mascara klumpte nach zwei Monaten etwas. Für eine 32-Euro-Mascara war es mir dann doch zu schade, sie deshalb zu entsorgen. Mit diesem ganz einfachen Trick habe ich wieder eine klumpenfreie Wimperntusche:

Bürstchen sorgfältig unter warmen Wasser säubern, bis es keine Farbe mehr abgibt. Dann an der Luft trocknen lassen – und fertig ist die Mascara ohne Fliegenbein-Effekt! Ob das Bürstchen jetzt auch eine etwas weniger konzentrierte Bakterienschleuder ist, kann ich freilich nicht sagen, aber immerhin kann ich die Wimperntusche jetzt doch noch etwas länger verwenden.

Eyeshadow Base: Catrice Prime & Fine vs. Urban Decay Primer Potion

Eyeshadow Bases gibt es ja relativ viele, wobei nach meiner Erfahrung nur die wenigsten wirklich ihren Zweck erfüllen. So z. B. verwende ich als Augencreme die All about eyes Creme von Clinique, die eigentlich auch ein Primer wäre. Als Augencreme finde ich sie super, als Primer aber völlig unbrauchbar. Das Töpfchen von Artdeco glitzert mir zu stark, auch trocknet die Base mit der Zeit im Topf aus und zudem finde ich die Entnahme mit dem Finger nicht gerade hygienisch. Von Alverde habe ich eine Naturkosmetik-Base probiert und gleich wieder verworfen – von der Konsistenz viel zu dick für mich.

Gibt es wirklich eine Base, die eine tolle Konsistenz hat und die Haltbarkeit von Lidschatten verlängert? Nach längerer Suche bin ich auf zwei Produkte gestoßen, die ich einigermaßen brauchbar finde: Die Prime & Fine Eyeshadow Base von Catrice und von Urban Delay der Eyshadow Primer Potion. Wie sich die Produkte aus meiner Sicht unterscheiden, lest ihr hier:

Prime & Fine (Catrice): 5 ml kosten ca. 3,45 Euro. Das Produkt ist nach dem Öffnen noch 6 Monate haltbar. Die Konsistenz finde ich sehr cremig, den Farbton würde ich als „nude“ bezeichnen. Man entnimmt das Produkt mit dem Bürstchen und kann den Primer dann mit dem Finger verteilen und etwas einklopfen. Nach kurzer Trocknungszeit lässt sich der Lidschatten auftragen. Ergebnis: Der Lidschatten ist intensiviert und hält wirklich länger als ohne. Am Ende des Tages verrutscht er bei mir aber auch etwas in der Lidfalte (aber jedenfalls deutlich weniger als ohne Primer).

Primer Potion (Urban Decay): 5 ml kommen auf ca. 9,95 Euro. Auch hier ist die Haltbarkeit nach dem Öffnen mit 6 Monaten angegeben. Von der Konsistenz und dem Farbton her ähnelt der Primer stark dem von Catrice, ist aber einen Tick dünnflüssiger und etwas gelbstichiger. Die Entnahme funktioniert ganz gleich, auch die Trocknungszeit ist relativ kurz. Ergebnis: Verblenden ist sehr einfach, die Haltbarkeit ist deutlich verlängert. Zwar wird die Farbe weniger intensiviert, aber dafür übersteht der Lidschatten wirklich einen ganzen Tag, ohne in die Lidfalte zu rutschen.

Fazit: Der Primer von Catrice erfüllt für den günstigen Preis seinen Zweck. Für Catrice spricht, dass der Farbton des Lidschattens intensiviert wird. Trotzdem mag ich den Primer von Urban Decay lieber: Zwar intensiviert er die Farbe nicht, aber die Konsistenz finde ich noch etwas angenehmer und die Haltbarkeit ist besser als bei Catrice – was allerdings seinen Preis hat.

 

 

Make up fixieren – Balea Wasserspray vs. Essence Keep it perfect!

img_2289

Eigentlich war ich schon lange auf der Suche nach einem halbwegs verträglichen Spray, das an Tagen, wo das Make up länger halten sollte, eine zuverlässige Arbeit erledigt. Während meiner Naturkosmetik-Phase habe ich das klärende Tonikum von Dr. Hauschka verwendet – hat aber leider nicht funktioniert. Das erfrischt zwar gut, aber eine Fixierung des Make ups konnte ich dadurch nicht erwirken.

Nun bin ich auf den Balea Wasserspray für Gesicht und Körper gestoßen und habe in Deutschland auch den viel gehypten Essence Keep it perfect! Make-up fixing Spray erstanden, der in Österreich nicht erhältlich ist. Wie gut schaffen die beiden es, mein MAC Make up haltbar zu machen? Hier ein Vergleich:

Balea Wasser-Spray

Das Spray wirbt auch auf der Dose explizit damit, dass man es zur Fixierung von Make up verwenden kann. Die Sprühflasche enthält 150 ml und kostet in Österreich 1,45 Euro. Inhaltsstoffe sind lediglich Wasser und Nitrogen. Man kann die Flasche auch im Kühlschrank aufbewahren. Bei mir steht sie sogar im Sommer im Bad und der Spray erfrischt trotzdem sehr gut. Der Sprühknopf ergibt einen mittelfeinen Nebel, man sollte allerdings einen Abstand von etwa 20 cm einhalten. Als Fixier-Spray erfüllt es grundsätzlich seinen Zweck, aber auch zur Erfrischung zwischendurch mag ich den Spray ganz gern. Man kommt mit dem Spray sehr lange aus und er hält auch an sich lange (aufgedrucktes Verfallsdatum).

Essence Keep it perfect!

Bei DM Deutschland bekommt man den Spray mit 50 ml um 2,95 Euro. Die Inhaltsstoffe kann man z. B. bei Codecheck nachlesen. Sie sind eigentlich okay. Zur Anwendung: Man sollte das Spray zunächst schütteln und aus etwa 15 cm Entfernung sprühen. Einen wirklich feinen Sprühnebel erzeuge ich dabei allerdings nicht. Bei mir hinterlässt es ein klebriges, fast betonartiges Gefühl – das hält auch den ganzen Tag über an. Es fühlt es ein bisschen maskenartig an. Der Vorteil des Sprays ist aber, dass das Make up damit wirklich sehr gut hält, besonders beim Rouge sehe ich einen deutlichen Unterschied mit und ohne Spray. Zur Haltbarkeit: Nach dem Öffnen sollte der Fixierspray in 12 Monaten aufgebraucht werden.

Fazit: Der Balea Spray ist deutlich günstiger, erfrischt mehr und erzeugt den feineren Sprühnebel. Wenn das Make up mal wirklich von morgens bis abends halten soll, dann verwenden ich den Essence Spray. Ansonsten ist er mir ein bisschen zu klebrig.

Naturkosmetik – was noch bleiben darf

img_2288

Nachdem ich ja mit Naturkosmetik meine Haut leider völlig aus dem Gleichgewicht gebracht habe (statt umgekehrt), habe ich meine überpflegte Haut nun endlich gut in den Griff bekommen. Seit drei Monaten bin ich mit Clinique sehr zufrieden. Allerdings trocknet das 3-Phasen-System mit Waschgel und Gesichtswasser meine Haut sehr aus. Deshalb verwende ich seit zwei Monaten (wieder) das früher auch schon mal getestete Basis Sensitiv Waschgel von Lavera und das klärende Gesichtswasser von Lavera. In Kombination mit dem Dramatically Different Moisture Gel (fettfrei) von Clinique eine sehr gute Wahl!

Waschgel Basis Sensitiv von Lavera

In der Tube sind 125 ml enthalten, sie kosten ca. 6 Euro. Das Waschgel hat eine eher zähe Konsistenz. Wenn ich draufdrücke, kommt immer ein etwa erbsengroßer Klecks heraus – das reicht völlig, um meine ölige Mischhaut gründlich zu reinigen. Bio-Melisse und Bio-Malve sind als Hauptwirkstoffe angegeben, es ist aber auch Meersalz drin. Dass es gut klärt und erfrischt, kann ich wirklich bestätigen. Ergiebig ist das Gel auch – eine Tube reicht etwa für ein halbes Jahr.

Klärendes Gesichtswasser von Lavera

Ebenfalls sehr empfehlen kann ich das klärende Gesichtswasser mit Ginkgo und Bio-Traube. Die Rezeptur wurde offenbar verändert, das Gesichtswasser enthält nun eine aktuell sehr beliebte Mizellen-Technologie. Mir kommt auch vor, die Flasche war vorher größer und hatte mehr Inhalt. Aktuell fasst das Fläschchen 125 ml, die etwa 6 Euro kosten. Weitere Inhaltsstoffe sind auch Minze, Zink und Menthol. Man braucht von dem Produkt nicht allzu viel – ein paar Tropfen auf einen Wattebausch aufgetragen genügen völlig. Die Reinigungswirkung finde ich wirklich gut, und die Haut ist danach sehr erfrischt. Dieses Gesichtswasser trocknet zwar auch etwas aus (ich muss selbst meine ölige Mischhaut danach eincremen), aber deutlich weniger als das speziell auf meine Haut abgestimmte von Clinique – noch dazu zu einem deutlich günstigeren Preis!

Fazit: Mich haben beide Produkte von Lavera wieder zurückgewonnen. Sie überzeugen mich wirklich und ich kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Meine empfindliche, überpflegte Haut hat sich wieder normalisiert.

Naturkosmetik ade!

img_2098

Naturkosmetik – nichts (mehr für mich)!

Seit etwa 2 oder vielleicht auch 3 Jahren habe ich versucht, relativ konsequent Naturkosmetik zu verwenden. Naturkosmetik hat in den letzten Jahren einen regelrechten Höhenflug erfahren – also dachte ich auch, mir damit etwas Gutes zu tun. Neben zahlreichen faulen Kompromissen, die man gerade bei der dekorativen Kosmetik eingehen muss (nach meinen Erfahrungen v. a. unpassende Make-up-Farben, schlechte Haltbarkeit, krümelnde Lidschatten, wenig effektvolle Mascaras, effektlose Haarstyling-Produkte etc.), musste ich im Laufe der Zeit feststellen, dass ich zahlreiche Produkte offensichtlich nicht vertrage.

Schönere Haare? Keine Kopfhauptprobleme mehr? Mitnichten!

Naturkosmetik-Haarshampoos habe ich etwa 5 Jahre lang verwendet, als irgendwann die Kopfhaut zu jucken begann. Von günstig (Alverde) bis teuer (Less is more) habe ich einiges probiert – aber weder hat mich das Kopfhautjucken verlassen, noch hätte ich weniger fliegende Haare. Ganz im Gegenteil. Ohne Haarspray sind die fliegenden Haare am Ansatz nicht zu bändigen. Allerdings kann ich mit den Naturkosmetik-Shampoos im Gegensatz zur Kosmetik noch eher anfreunden. Aubrey Organics und Benecos steigen noch am besten aus.

Schönere Haut? Mitnichten! 

Mittlerweile ist der Sektor ja riesengroß und man findet für jedes Hautproblem die scheinbar passende Lösung aus der Natur. Also habe ich für meine fettige Haut die passenden Produkte probiert. Ich höre noch gut die Dr.-Hauschka-Kosmetikerin, die meinte, man müsse Geduld haben, das Hautbild könne sich kurzfristig verschlechtern. Was heißt hier kurzfristig? Monatelang getestet und rote Flecken, Pickel und weiterhin fettige Haut? Das kann es doch wohl nicht sein! Durchgetestet habe ich übrigens – aufgrund von Empfehlung von Blogs, Ökotest usw. – nun wirklich lange und konsequent genug, von den Einsteigern Lavera und Alverde über Dr. Hauschka, Primavera, Santaverde, Zuii Organics, Börlind bis hin zu Less is more – was geblieben ist: viel Frust, viel weggeworfenes Geld und ein arg verschlimmertes Hautbild. Das musste erst jeden Tag mit viel Make up zugekleistert werden, was das Hautbild wieder verschlechterte.

Die Erleuchtung…

… kam mir nach einem trostlosen Besuch bei der Kosmetikerin und einem Urlaub, in dem ich eine Hotel-Bodylotion verwendete und nach zwei, drei Tagen die zahlreichen Pickel an Armen und Beinen verschwunden waren. Schlagartig war mir klar: Die zahlreichen Öle und Fette in den Naturkosmetik-Produkten vertragen sich einfach nicht mit fettiger Haut. Diagnose: überpflegte Haut.

Die Erlösung…

… brachten mir die Erkenntnis, dass weniger mehr ist und die Produkte von Clinique: Dramatically Different Moisture Gel (fettfrei) und nach zwei Tagen hat sich mein Hautbild wieder sichtlich beruhigt. Abends verwende ich das vom Hautarzt verschriebene Biretix  Duo Gel und nach nicht mal einem Monat Anwendung habe ich wieder eine halbwegs normale Haut. Meine MAC-Produkte verwende ich jetzt wieder guten Gewissens und ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut!

Fazit: Wer eine trockene Haut hat und Kompromisse hinsichtlich Haltbarkeit, Farbauswahl etc. bei der dekorativen Kosmetik eingehen kann, wird mit Naturkosmetik vermutlich glücklich werden. Für mich und meine fettige Haut sind die Produkte nichts.

Was trotzdem bleiben darf:

Gute Erfahrungen, ohne Kompromisse einzugehen, habe ich mit folgenden Produkten gemacht:

  • Alverde Brauender und Brauengel
  • Lavera Peeling
  • Speick Deo Stick
  • Terra Naturi Wildrosen-Handcreme
  • Benecos Aloe Vera Shampoo

img_2099

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?