Naturkosmetik ade!

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Naturkosmetik – nichts (mehr für mich)!

Seit etwa 2 oder vielleicht auch 3 Jahren habe ich versucht, relativ konsequent Naturkosmetik zu verwenden. Naturkosmetik hat in den letzten Jahren einen regelrechten Höhenflug erfahren – also dachte ich auch, mir damit etwas Gutes zu tun. Neben zahlreichen faulen Kompromissen, die man gerade bei der dekorativen Kosmetik eingehen muss (nach meinen Erfahrungen v. a. unpassende Make-up-Farben, schlechte Haltbarkeit, krümelnde Lidschatten, wenig effektvolle Mascaras, effektlose Haarstyling-Produkte etc.), musste ich im Laufe der Zeit feststellen, dass ich zahlreiche Produkte offensichtlich nicht vertrage.

Schönere Haare? Keine Kopfhauptprobleme mehr? Mitnichten!

Naturkosmetik-Haarshampoos habe ich etwa 5 Jahre lang verwendet, als irgendwann die Kopfhaut zu jucken begann. Von günstig (Alverde) bis teuer (Less is more) habe ich einiges probiert – aber weder hat mich das Kopfhautjucken verlassen, noch hätte ich weniger fliegende Haare. Ganz im Gegenteil. Ohne Haarspray sind die fliegenden Haare am Ansatz nicht zu bändigen. Allerdings kann ich mit den Naturkosmetik-Shampoos im Gegensatz zur Kosmetik noch eher anfreunden. Aubrey Organics und Benecos steigen noch am besten aus.

Schönere Haut? Mitnichten! 

Mittlerweile ist der Sektor ja riesengroß und man findet für jedes Hautproblem die scheinbar passende Lösung aus der Natur. Also habe ich für meine fettige Haut die passenden Produkte probiert. Ich höre noch gut die Dr.-Hauschka-Kosmetikerin, die meinte, man müsse Geduld haben, das Hautbild könne sich kurzfristig verschlechtern. Was heißt hier kurzfristig? Monatelang getestet und rote Flecken, Pickel und weiterhin fettige Haut? Das kann es doch wohl nicht sein! Durchgetestet habe ich übrigens – aufgrund von Empfehlung von Blogs, Ökotest usw. – nun wirklich lange und konsequent genug, von den Einsteigern Lavera und Alverde über Dr. Hauschka, Primavera, Santaverde, Zuii Organics, Börlind bis hin zu Less is more – was geblieben ist: viel Frust, viel weggeworfenes Geld und ein arg verschlimmertes Hautbild. Das musste erst jeden Tag mit viel Make up zugekleistert werden, was das Hautbild wieder verschlechterte.

Die Erleuchtung…

… kam mir nach einem trostlosen Besuch bei der Kosmetikerin und einem Urlaub, in dem ich eine Hotel-Bodylotion verwendete und nach zwei, drei Tagen die zahlreichen Pickel an Armen und Beinen verschwunden waren. Schlagartig war mir klar: Die zahlreichen Öle und Fette in den Naturkosmetik-Produkten vertragen sich einfach nicht mit fettiger Haut. Diagnose: überpflegte Haut.

Die Erlösung…

… brachten mir die Erkenntnis, dass weniger mehr ist und die Produkte von Clinique: Dramatically Different Moisture Gel (fettfrei) und nach zwei Tagen hat sich mein Hautbild wieder sichtlich beruhigt. Abends verwende ich das vom Hautarzt verschriebene Biretix  Duo Gel und nach nicht mal einem Monat Anwendung habe ich wieder eine halbwegs normale Haut. Meine MAC-Produkte verwende ich jetzt wieder guten Gewissens und ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut!

Fazit: Wer eine trockene Haut hat und Kompromisse hinsichtlich Haltbarkeit, Farbauswahl etc. bei der dekorativen Kosmetik eingehen kann, wird mit Naturkosmetik vermutlich glücklich werden. Für mich und meine fettige Haut sind die Produkte nichts.

Was trotzdem bleiben darf:

Gute Erfahrungen, ohne Kompromisse einzugehen, habe ich mit folgenden Produkten gemacht:

  • Alverde Brauender und Brauengel
  • Lavera Peeling
  • Speick Deo Stick
  • Terra Naturi Wildrosen-Handcreme
  • Benecos Aloe Vera Shampoo

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Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

FA Soft & Pure Deo

Bei Kjero gab es einen Pre-Deotest, bei dem man ein Deo erhielt, aber die Marke nicht wusste. Es handelte sich um ein Produkt zum Sprühen. Normalerweise verwende ich lieber Sticks, weil ich finde, dass diese sanfter zur Haut sind. Versprochen wurde, dass das unbekannte Deo besonders sanft zu empfindlicher Haut ist und ohne Aluminiumsalze und Alkohol auskommen soll. Klingt schon mal sehr gut – doch hält das Deo wirklich, was es verspricht?

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Kosten: Das Deo ist in Österreich bei DM aktuell um 1,75 Euro erhältlich.

Die Startvoraussetzungen: Vorausschicken muss ich, dass ich normalerweise ein Naturkosmetik-Deo von Speick (Stick) verwende, mit dem ich im normalen Alltag recht zufrieden bin. Wenn es brenzliger oder wärmer ist, fühle ich mich mit dem Rexona Cotton Dry Stick deutlich sicherer – obwohl dieses Deo Aluminiumsalze enthält, auf die ich eigentlich verzichten möchte, wenn es geht.

Der Test: Das FA Soft & Pure hat einen eher dezenten, aber doch typischen, eher blumigen Deo-Geruch. Beim Aufsprühen nimmt es mir den Atem, sodass ich das nur bei offenem Fenster mache (auch ein Grund, der für einen Stick spricht!). Tagsüber schützt das Deo recht gut, meine Achseln fühlten sich auch trocken an. Doch am Abend dann die böse Überraschung: Die Haut unter den Achseln schälte sich kreisförmig ab. Soviel zum Thema „sanft zu empfindlicher Haut“ – und das, obwohl die letzte Rasur schon zwei Tage her war! Zudem hinterließ das Deo unschöne helle Flecken auf der Kleidung. Die weiteren Tests bestätigten den Eindruck, dass das Deo für mich eher kein Nachkauf-Produkt ist: Ein etwas stressigerer Arbeitstag endete in schweißnassen Ärmeln (das Deo hat kläglich versagt), die abgerubbelte Haut noch als Draufgabe.

 

Fazit: Sowohl hinsichtlich Wirkung als auch Pflege hat mich dieses Deo – unabhängig davon, dass ich Sprays grundsätzlich nicht so mag – leider nicht überzeugt. Vielleicht wäre es als Stick pflegender. Die Dose werde ich bei kälteren Temperaturen noch aufbrauchen, aber ein Nachkauf-Produkt ist es für mich nicht.

Sodastream Crystal

Neulich durfte ich den Wassersprudler Sodastream Crystal ausprobieren. Mit diesem Gerät habe ich schon mehrfach geliebäugelt und umso größer war die Freude, dass ich das Gerät nun testen durfte. Hält das Gerät, was es verspricht?

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Herstellerversprechen: Mit dem Sodastream lässt sich in Sekundenschnelle individuell dosiertes Trinkwasser aufsprudeln. Schweres Flaschen-Schleppen entfällt somit und man soll damit auch bis zu 50 % der Getränkekosten sparen. Mit zahlreichen Sirupen lassen sich auch Softdrinks einfach selber herstellen.

Preis: 129 Euro inkl. 1 Glaskaraffe

Anwendung: In wenigen Handgriffen ist die Kartusche (reicht für 60 Liter) eingesetzt und man kann sehr schnell mit dem Sprudeln loslegen. Mitgeliefert wird eine 0,6 Liter Glaskaraffe, die sehr edel wirkt. Andere Flaschen sind für den Einsatz nicht vorgesehen. Die Sprudel-Dosis lässt sich einfach regulieren, indem man länger bzw. mehrfach drückt. Die Glaskaraffe darf dabei wirklich nur bis zur Markierung gefüllt werden, sonst schwappt das Wasser beim Öffnen über. Wer Softdrinks möchte, mischt diese erst anschließend mit dem gesprudelten Wasser.

Fazit: Der Wassersprudel ist wirklich eine praktische Sache. Allerdings braucht man dafür Platz in der Küche (dafür entfällt ein Lagerplatz für Getränkevorräte), und die Anschaffung des Gerätes ist auch nicht ganz billig: 129 Euro inkl. Kartusche und Glaskaraffe, aber ohne Sirupe. Dafür kann man schon sehr viele Flaschen Mineralwasser kaufen. Bis man den Gerätepreis wirklich amortisiert hat, muss man schon sehr sehr viel Sprudel trinken, denn immerhin wird ja alle 60 Liter wieder eine neue Kartusche fällig. Was die Sirupe betrifft: Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen, die meisten enthalten viel Zucker bzw. zahlreiche Zucker-Ersatzstoffe, die ich mir eigentlich nicht zuführen mag. Preislich sind die Sirupe im oberen Segment. Zwei Liter Sirup (4 Geschmacksrichtungen á 500 ml) kommen auf stolze 18 Euro und ergeben 48 Liter Sirup. Wer einen höheren Verbrauch hat, erzeugt dadurch auch wieder viel Plastikmüll, und die Sirupe gehen ganz schön ins Geld. Deutlich billiger gehts entweder mit einem normalen Sirup, der im Handel erhältlich ist, oder überhaupt mit selbst gemachtem Sirup.

Die Kartusche hat bei uns knapp 3 Monate gehalten. Ein Austausch kommt auf rund 11 Euro. Wir verwenden den Sprudler täglich mehrfach und ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Gerät. Wir haben sehr gutes Trinkwasser und ich verwende selbst gemachten Holundersirup. Die Sodastream Sirupe sprechen mich jedoch nicht an. Zu teuer und zu viel Zucker bzw. Aspartam etc. Insgesamt stimmt für mich das Werbeversprechen, sich Geld zu sparen, nicht – die Anschaffungskosten für den Sprudler sind grundsätzlich sehr hoch, die Kartusche kostet ja dann auch wieder. Aber unser Plastik-Müll ist deutlich geringer, da wir zuvor immer Plastik-Flaschen verwendet haben. Und natürlich braucht man nicht mehr schwer schleppen und keine Vorräte horten, die dann auch wieder Platz einnehmen.

gehypte Flops Nr 2 – Lavera Illuminating Eye Cream, Hiro Spacebalm, Hiro Bronzer Foxy Lady

Weiter geht es mit den gehypten Flops, die mich zunächst enorm neugierig gemacht, aber schließlich so gar nicht überzeugen konnten:

Lavera Illuminating Eye Cream

Da mein bisher verwendetes Lavera Wildrosen Augengel leider aus dem Sortiment genommen wurde und meine Tube sich langsam dem Ende zuneigt, habe ich mich nach einem Nachfolger umgesehen. Nachdem die Illuminating Eye Cream von Lavera mit dem Glammy 2016 ausgezeichnet wurde und ich mit den Produkten von Lavera eigentlich sehr zufrieden bin (bzw. war – ständig wird das Sortiment gewechselt und Bewährtes fliegt dann einfach raus), habe ich mir von der Augencreme eine gute Nachfolgerin für das Wildrosen Augengel erwartet.

Preis, Inhalt: Um knapp 10 Euro erhält man 15 ml, was ich für eine Augencreme sehr günstig finde.

Werbeversprechen: Mit Bio-Koffein und Hyaluron soll die Augencreme glätten und durch die perlmuttfarbene Konsistenz Augenschatten aufhellen und die Augen zum Strahlen bringen.

Inhaltsstoffe:  Auf Codecheck lässt sich unter http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/gesichtspflege/augenpflege/id_1286767917/Lavera_Illuminating_Eye_Cream.pro eine Liste der Inhaltsstoffe einsehen.

Anwendung und Ergebnis: Die Creme ist perlmuttfarben, riecht recht blumig und hat eine angenehme Textur. Sie zieht recht gut ein. Allerdings – und das ist aus meiner Sicht das große Manko – schimmert sie sehr stark, sodass etwaige Augenschatten noch verstärkt werden. Ich kann überhaupt keinen verschönernden Effekt feststellen, im Gegenteil, es sieht eher so aus, als hätte man schimmernden Lidschatten um das ganze Auge verteilt.

Fazit: Für mich kommt die Creme überhaupt nicht in Frage. Der starke Schimmer stört sehr, er kriecht in kleine Fältchen und sieht einfach nicht gut aus. Ohne Einklopfen wirkt der Schimmer noch stärker. Für wen die Creme eine optische Verbesserung darstellen soll, weiß ich nicht, jedenfalls empfehle ich die Creme niemandem, der Falten (und wenn es auch nur kleine sind) hat. Schade, dass Lavera ein super Produkt (nämlich die Wildrosen Augencreme) aus dem Sortiment genommen hat. Vorerst nehme ich Martina Gebhardts Rose Eye Care Fluid als Nachfolgeprodukt.

 

Hiro Space Balm

Den Hiro Space Balm habe ich von anderen Bloggern empfohlen bekommen und weil das Produkt so vielversprechend klang, habe ich mir bei amazingy.com eine Probe davon bestellt. Es handelt sich dabei um ein Multitalent – Concealer, Primer, Moisturizer in einem. Kurzum: offensichtlich eine Wunderwaffe um 24,95 Euro.

Unter http://amazingy.com/de/bio-naturkosmetik-make-up/natural-organic-concealer/space-balms-hiro-cosmetics.html lassen sich die Inhaltsstoffe einsehen. Zur Auswahl stehen 6 Farben. Bestellt habe ich ihn in der Farbe 04 Nala – die hätte auch wunderbar gepasst. Das Balm ist definitiv sehr ergiebig. Mit ein bisschen Einklopfen konnte ich es auch schön verblenden. ABER: Es glänzt bei mir enorm und kriecht in die Augen. Dort hat es dann fürchterlich gebrannt. Ich musste das Balm schon nach kurzer Zeit wieder abschminken.

Fazit: Für mich ist das Balm nicht geeignet, da es einerseits viel zu stark glänzt und ich es andrerseits nicht vertrage.

 

Hiro Bronzer Foxy Lady

Noch ein Produkt hat mich, inspiriert von anderen Blogs, angelacht: Der Mineralbronzer von Hiro in der Farbe „Foxy Lady“. Auch das gab es als Pröbchen bei amazingy.com.

In aller Kürze: Die Farbe wäre ein sehr schönes Braun-Orange, das auch hervorragend gepasst hätte. ABER: Ich habe den Bronzer sehr sparsam mit einer Stippling Brush aufgetragen und danach geglitzert wie eine Diskokugel. Der Bronzer setzte sich unschön in den Poren auf der Wange ab (trotz Foundation und Puder) und sag einfach nicht natürlich aus. Deshalb kann ich mit diesem Bronzer leider auch gar nichts anfangen…

Chanel Dimensions Mascara black

Eine Mini-Größe der neuen Chanel Dimensions Mascara in black hat mich unlängst erreicht. Laut Werbeversprechen soll die Mascara „durch eine mit Wachs angereicherte Formel“ und ihre „flüssig-elastische Textur“ die Wimpern optisch verlängern. „Zudem erhalten die Wimpern augenblicklich einen atemberaubenden Schwung und wirken besonders feminin.“ – So stand es zumindest in dem Anschreiben, das ich gemeinsam mit der Mascara erhalten habe. Klingt soweit sehr gut und genau richtig für meine relativ schwunglosen, kurzen Wimpern. Doch kann die Mascara das halten, was sie verspricht?

Eine Liste der Inhaltsstoffe war leider nicht aufzutreiben und bei Codecheck.com ist die Mascara aktuell noch nicht gelistet.

Farben: Die Mascara ist in den Farben Schwarz, Blau und Braun erhältlich (jeweils nicht wasserfest).

Preis: 35,95 Euro für 6 Gramm

Anwendung: Die Mini-Ausgabe der Mascara besteht aus einer Art harter Tube, in der gerade mal das Bürstchen Platz hat. Es ist für meinen Geschmack sehr groß und dick. Das merkt man beim Auftragen – bei kurzen, geraden Wimpern muss man wirklich aufpassen, dass man die Mascara sauber aufträgt.

Die Farbe hält gut, auch finde ich, dass die Wimpern nicht verkleben. Nach zwei bis drei Schichten erziele ich ein recht passables Ergebnis. Abschminken lässt sich die Mascara auch recht gut. Die Haltbarkeit finde ich okay, sie verschmiert im Laufe des Tages nicht. Meine sensiblen Augen vertragen sie auch gut. ABER ich erziele ein genauso zufriedenstellendes Ergebnis mit meinem persönlichen Favoriten Essence All eyes on me: Diese Marscara hat ein angenehm gerades, schmales Bürstchen, lässt sich sehr gut auftragen und verleiht meinen kurzen, geraden Wimpern einen schönen Schwung – und das für gerade mal 1,95 Euro.

Fazit: Wer mit dem Bürstchen klarkommt und vor dem wirklich hohen Preis nicht zurückschreckt, bekommt hier wirklich eine ordentliche Mascara. Jetzt, nachdem ich die Chanel Mascara in Schwarz über einen Monat angewendet habe, bin ich mittlerweile wirklich begeistert davon. Sie trocknet sehr schnell und verhilft meinen kurzen, geraden Wimpern zu einem sensationellen Schwung – ohne mehrfaches Nachtuschen, ohne Verklumpen! Das Ganze hält auch lockern einen ganzen Tag lang (inklusive Sport). Abschminken ist auch ganz easy und vertragen tu ich sie mit meiner empfindlichen Haut auch ganz gut. Und an das (für mich) relativ große Bürstchen habe ich mich mittlerweile auch schon gewöhnt. In Braun finde ich die Mascara übrigens nicht empfehlenswert. Das Ergebnis ist nur mäßig, einfach deutlich weniger dicht und weniger Schwung.

Lirene Ölige Haut mit Unreinheiten

Von der polnischen Firma Dr. Irena Eris Cosmetics Laboratoires konnte die neue Gesichtspflege-Serie „Lirene – Gesunde Haut+“ getestet werden. Bekommen habe ich eine normalisierende, mattierende Creme für ölige Haut mit Unreinheiten und einen dazu passenden porenverfeinernden Gesichts-Toner.

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Ich sage es gleich vorweg: Wirklich getestet habe ich beide Produkte nicht. Der Blick auf die Inhaltsstoffe hat mir die Lust deutlich genommen. 

Zunächst einmal zum Herstellerversprechen: Die Creme soll mattieren, Hautunreinheiten verringern und den Hautton verbessern (was auch immer Letzteres heißt). Dafür sorgen Algen, Allantoin und Mikro-Schwämme (wiederum: was auch immer Letzteres heißt). Der Toner soll dank „aktivem Zink, Mandelsäure und Allantoin“ erfrischen (no na!), effektiv reinigen und mattieren. Geprüft wurde die Wirksamkeit vom Lirere-Forschungslabor, in einer „Selbsteinschätzung in einer Gruppe von 20 Personen nach Verwendung“, beim Toner sind es sogar stolze 30 Personen…

Verpackung: Die Creme kommt in einer recht großen Kartonverpackung daher. Öffnet man die Schachtel, sieht man darin eine deutlich kleinere Plastikdose. Für mich ein Fall von Mogelpackung. Die Cremedose ist aus dünnem Plastik und sieht für mich eher billig aus.

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Konsistenz und Geruch: Der Toner ist durchsichtig, die Creme türkis, von der Textur her wie ein Gel. Der Toner erinnert mich eher an Reinigungsmittel, die Creme riecht 08/15, aber irgendwie aufdringlich. Nicht mein Fall.

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Preis: Die Creme (50 ml) ist um 4,99 Euro bei Bipa Österreich zu haben, der Toner (200 ml) um 3,49 Euro.

Inhaltsstoffe: Codecheck liefert hier ein recht ernüchterndes Ergebnis. Unter http://www.codecheck.info/kosmetik/gesichtspflege/gesichtscremen/ean_5900717371958/id_1218943817/Lirene_Dermoprogram_Oelige_Haut_mit_Unreinheiten.pro und http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/gesichtspflege/gesichtsreinigung/ean_19007175/id_1269089967/Lirene_Porenverfeinernder_Gesichts_Toner.pro kann man eine Liste der Inhaltsstoffe einsehen. Die Creme enthält zahlreiche nicht empfehlenswerte und/oder hormonell wirksame Stoffe – in erster Linie billige Erdöl-Stoffe, Parabene und viel Chemie. Der Toner ist etwas besser, aber auch nicht das Gelbe vom Ei.

Fazit: Aufgrund der erschreckenden Inhaltsstoffe habe ich die Creme nur ein Mal aufgetragen und kann sagen, dass sie gut einzieht. Wie diese Inhaltsstoffe mit dem Slogan „Gesunde Haut+“ zusammenpassen, leuchtet mir nicht ein. Auch die Angaben zur „geprüften Wirksamkeit“ (mit gerade mal 20 bzw. 30 Testpersonen) machen mich stutzig. Insgesamt kann ich die Produkte nicht empfehlen.

 

 

 

Terra Gemüsechips Original und Blue

Bei Kjero gab es kürzlich wieder einen Produkttest. Diesmal konnten Terra Gemüsechips getestet werden.

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Die Chips sind erst seit Ende Juni in Österreich erhältlich (nur bei Spar Gourmet und Interspar), und zwar in den Sorten Blues und Original. Beworben werden die Chips damit, dass sie weniger Salz und weniger Fett enthalten. Das freut natürlich jeden, der gerne knabbert und trotzdem Wert auf gesunde Ernährung legt. Aber wie schaut es in der Praxis aus?

Zunächst einmal schockt der stolze Preis von 2,99 Euro für eine Packung. Diese schaut auf den ersten Blick annähernd gleich groß aus wie eine normale 200-Gramm-Chipspackung. Doch das Kleingedruckte zeigt: läppische 110 Gramm Inhalt. Wenn man den Sack aufreißt, bestätigt das den Eindruck, dass es sich hier um eine Mogelpackung handelt. Es entweicht viel Luft, übrig bleibt noch ein halbes Säckchen Chips.

Geschmacklich finde ich die Chips in Ordnung, Blues schmeckt ähnlich wie normale Chips, Original besteht aus verschiedenen eher exotischen Gemüsesorten wie Pastinake, Taco etc. Optisch sind die Chips sicherlich schön, aber man braucht gute Zähne. Sie sind insgesamt recht hart.

Wirklich spannend wird’s aber, wenn man die Chips mit „normalen“ Kartoffelchips (Riffle Chips) macht. Die an sich gesund anmutenden Gemüsechips verglichen mit normalen Kartoffelchips schneiden dann gar nicht mehr so gesund ab: Der Blick auf die Nährwerttabelle, jeweils auf 100 Gramm gerechnet, zeigt: 512 Kalorien (Terra) zu 545 Kalorien (normale Chips). Fett 31 Gramm versus 34,5 Gramm! Auch in puncto Kohlehydrate liegen beide Chips praktisch gleichauf (51 Gramm Terra, 52 Gramm normale Chips). Eiweiß enthalten die normalen Chips sogar mehr (4,5 Gramm, Terra „nur“ 3,6 Gramm). Und meine normalen Chips haben gerade mal 1,7 Gramm Salz – und die Terra 1 Gramm. Dass der Anteil an gesättigten Fetten bei Terra deutlich geringer ist (womit ja auch geworben wird), kann ich nicht nachvollziehen. 2 Gramm bei Terra – 2,7 Gramm bei normalen Chips. Während normale Chips aus Sonnenblumenöl hergestellt werden, kommen bei Terra auch Distel- und Rapsöl zum Einsatz. Von diesem Pluspunkt abgesehen sieht die Nährwert-Bilanz aber nicht so unterschiedlich aus wie erwartet.

Fazit: Die Chips sind zum Dekorieren ein Hingucker. Wer gerne gesund knabbert, ist allerdings besser beraten, Kartoffelchips selber herzustellen (in dünne Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl beträufeln und im Backrohr backen). Ich finde die Terra Chips nicht wesentlich gesünder als normale Chips und dafür jedenfalls entschieden zu teuer.

 

 

Vor den Vorhang: Remington

Heute möchte ich eine Firma lobend vor den Vorhang stellen, die sich in Sachen Kundenservice wirklich beispielhaft verhält: Remington. Ein Haartrockner hat mit 1 1/2 Jahren einen Hang zum Überhitzen entwickelt, auch konnte die Kaltstufe ihrem Namen nicht mehr gerecht werden. Remington hat nicht nur prompt auf die Mailanfrage, wie lange die Garantie für dieses Gerät gilt, reagiert, sondern nach Übermittlung der Rechnung ein neues Gerät zugesandt – innerhalb von 3 Tagen und kostenlos. Das nenne ich wirklich vorbildlich!

Top Nr 1: Dr. Hauschka Waschcreme, Madara Reinigungsschaum

Neben zahlreichen gehypten Flops, die ich in letzter Zeit probiert habe, gibt es auch einige Produkte, die mich absolut überzeugt haben. Heute möchte ich euch die ersten beiden vorstellen. Es handelt sich zwei Reinigungsprodukte, jeweils zertifizierte Naturkosmetik (Inhaltsstoffe sind jeweils über Codecheck abrufbar):

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Dr. Hauschka Waschcreme

Aktuell mein allerliebstes Pflegeprodukt ist die Waschcreme von Dr. Hauschka. Die Melissencreme hat sich von diesem Hersteller als persönlicher Flop erwiesen – aber von dieser Waschcreme bin ich wirklich begeistert. Die Tube mit 50 ml Inhalt kostet etwa 13 Euro – klingt aufs Erste recht viel für diese Menge. Aber es täuscht: Man braucht nur eine kleine Menge und kommt mit der Tube recht lange aus. Bei täglich einmaliger Verwendung reicht sie bei mir vermutlich etwa 4 Monate. Die Entnahme ist mir aus der Blechtube nicht so sympathisch – mit dem Tubenschlüssel klappt es aber ganz gut. Wenn man das Produkt laut Anleitung anwendet (Gesicht befeuchten, kleine Portion in der Hand verreiben und leicht von innen nach außen und oben nach unten auf das Gesicht aufdrücken, mehrmals wiederholen, dann abwaschen), braucht man zwar etwas länger als z. B. mit einem Gel oder Schaum, aber es lohnt sich – die Creme fettet herrlich zurück und gleichzeitig massiert man auch das Gesicht schön mit. Insgesamt würde ich die Konsistenz eher als Paste mit kleinen Körnchen, ähnlich einem Peeling, beschreiben. Es duftet nach Mandeln. Eigentlich habe ich mir nicht zuviel von der Creme erwartet, aber schon nach den ersten paar Anwendungen habe ich festgestellt, dass dieses Produkt wirklich was kann: Ich wende es jeweils morgen an – die Haut sieht frisch und prall aus. In Kombination mit dem Toner von Dr. Hauschka hat sich mein Hautbild (ölig, Poren) jedenfalls verbessert. Absolute Empfehlung für dieses Produkt!

Madara Reinigungsschaum

Durch Zufall bin ich auf diesen Reinigungsschaum gestoßen und mag ihn mittlerweile sehr gerne. Wie Dr. Hauschka stellt auch die lettische Firma Madara Naturkosmetik her. Der Schaum kostet 18 Euro (150 ml) und dürfte bei täglich einmaliger Anwendung etwa 5 Monate reichen. Ich wende ihn immer abends an. Make-up entfernt er zwar nicht wirklich (zumindest nicht Mascara), aber insgesamt reinigt er sehr gut, ohne auszutrocknen. Er riecht nach nordischen Kräutern, Schafgarbe etc. – also recht natürlich. Auch dieser Schaum ist für mich ein Nachkauf-Produkt!

 

Gehypte Flops Nr 1: Dr. Hauschka Melissencreme, Und Gretel Lieth Foundation Nummer 3 (Beige)

Vorweg: Fotos der Flops gibts leider nicht, da die Produkte bereits ihr Dasein in der Mülltonne fristen …

Dr. Hauschka Melissencreme

Für meine recht fettige T-Zone war ich auf der Suche nach einer Tagespflege, weil meine bislang verwendete, das Aloe Vera Feuchtigkeitsfluid von Lavera, leider aus dem Sortiment genommen wurde. Nach einiger Recherche kam ich auf die deutlich teurere Dr. Hauschka Melissencreme (21 Euro für 30 ml), der ich nach dem kläglichen Scheitern mit der Rosen- und Quittencreme (die brannten fürchterlich) eine Chance geben wollte. Der Geruch der Melissencreme gefällt mir ausgezeichnet, auch die Konsistenz finde ich schön. Sie mattiert auch anständig. Und dennoch – ein echter Flop für mich. Warum? Das kleinere Übel wäre, dass sie trotz Serum auf der Stirn viel zu wenig Feuchtigkeit spendet und die Stirnfalten regelrecht betont. ABER: Schon am zweiten Tag machten sich auf der Stirn enorme Pickel und Unterlagerungen breit, die nach dem Absetzen der Creme wieder verschwanden. Im Nachhinein ist mir auch klar, warum: Die Creme enthält einige Stoffe, die als komedogen gelten (Kokosnuss, Weizen). Eigentlich absurd – eine Creme gegen Pickel und genau das löst sie dann aus!! Insofern schade, da ich andere Produkte von Dr. Hauschka wirklich toll finde – aber diese Creme ist definitiv nichts für mich.

Und Gretel Foundation Lieth Nr 3 (Beige)

Und das war schon der nächste Schock: Auf die Probe der Foundation habe ich mich sehr gefreut – das Versprechen von Und Gretel: Eine Foundation ohne Chemie, aber mit den gleichen Ansprüchen wie eine High-End-Foundation. Mein MAC Studio Fix Fluid NC 20 hat zwar viel Chemie intus, macht aber einfach einen hervorragenden Job, auch als Concealer. Die Und Gretel Foundation gibt es in vier Nuancen, ich habe mich für die Nr 3 entschieden. Farblich fällt diese deutlich weniger gelbstichig aus als MAC, was mich noch nicht soooo groß gestört hätte. Wer den Wandfarben-Geruch des Studio Fix Fluid kennt, wird die Lieth Foundation vermutlich blumiger und natürlich empfinden. Der Auftrag gelingt mit den Fingern oder mit dem Foundation Pinsel, mit einem Primer drunter wird das Ergebnis eigentlich recht streifenfrei. Und jetzt das große ABER: Auch diese Foundation schafft es, in ein, zwei Tagen Pickel und Unterlagerungen zu erzeugen, die sich sehen lassen können. Leider gibt es noch weitere Mängel: Von der – den natürlichen Inhaltsstoffen geschuldeten – geringen Haltbarkeit an sich abgesehen (6 Monate ab dem Öffnen – wer verbraucht eine ganze 30 ml Flasche in 6 Monaten??) schafft die Foundation keinen ganzen Tag. Schon nach wenigen Stunden muss man nachbessern, v. a. wenn es wärmer ist. Das Finish wird relativ glowy, was bei meiner fettigen T-Zone suboptimal ist. Da muss man öfter am Tag mit Puder mattieren. Das alles ist angesichts des teuren Preises (48 Euro für 30 ml) kein Nachkauf-Produkt für mich.

Fortsetzung folgt …😉

Welche Produkte landen auf eurer Flop-Liste?